Schulessen nur gegen Iris-Scan
Nachdem Fingerabdrucksysteme in britischen Schulen schon weit verbreitet sind, hat jetzt eine Schule die Einführung von Iris-Scannern angekündigt.
Mit den biometrischen Geräten sollen sich die Schüler bei der Essensausgabe und in der Bibliothek identifizieren.
Schuldirektor Ed Yates begründet die Einführung des Systems damit, dass in einer "bargeldlosen Schule" Schüler aus ärmeren Familien, die ihr Essen nicht bezahlen müssen, nicht mehr dem Spott der Schüler aus reicheren Familien ausgesetzt seien.
Weiter weist der Direktor darauf hin, dass der Scan-Prozess gesundheitlich völlig unbedenklich sei.
Biometrie-Hochburg Großbritannien
Für 200.000 Kinder quer durch ganz Großbritannien ist das Abgeben von Fingerabdrücken schon in den Alltag eingezogen.
Als Teil eines Programms zur Kostenreduzierung im Schulbibliothekswesen werden an mittlerweile 350 Schulen Kinder ab dem Alter von sieben Jahren per Fingerabdruck identifiziert.
Da das zum Teil ohne Einwilligung der Eltern praktiziert wird, laufen bereits erste Klagen auf Löschen der Abdrücke.
Die Bürgerrechtsorganisation Privacy International [PI] nennt die Einführung dieses Biometrie-Systems der Firma Micro Librarian Systems "gefährlich, unnötig und illegal" und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Behörden, die diese Praxis ermöglicht haben.
Fingerprints für VolksschülerBiometrie in Wien
Aber auch hier zu Lande hat die Biometrie schon Einzug in zumindestens eine Schule gehalten: Das Gymnasium im 22. Wiener Gemeindebezirk hat im letzten Jahr gemeinsam mit Siemens für die Essensausgabe ein Fingerabdruck-Erfassungssystem installiert.
Das System stelle einen unzumutbaren, weil völlig überflüssigen Eingriff in die Privatsphäre dar, kritisierte die ARGE Daten die Installation.
Um ein Essen zu bekommen, müssen die Kinder täglich mittels Fingerabdruck das Essen für den nächsten Tag bestellen.
Fingerabdruck für Essensausgabe
