Motorola investiert in China
Motorola setzt auch jenseits des Handymarktes große Hoffnungen auf China. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, sollen neben der Produktion auch die Bereiche Forschung und Entwicklung in China weiter ausgebaut werden.
Motorola-COO Mike Zafirovski sieht Zugewinne nicht nur bei Mobiltelefonen, sondern auch bei Funksprechgeräten sowie bei Halbleiter- und Breitbandprodukten. Bis 2006 will das Unternehmen mit seinen Geschäftspartnern rund zehn Mrd. Euro in der Volksrepublik investieren.
Noch in diesem Jahr soll das unternehmenseigene Forschungs- und Entwicklungszentrum in Peking um eine Software-Entwicklungsfirma erweitert werden. Rund 100 Mio. USD soll Motorola dieses Vorhaben in den nächsten fünf Jahren wert sein. Insgesamt haben die chinesischen Niederlassungen 2002 mit Produkten im Wert von 5,5 Mrd. USD gut 20 Prozent der weltweiten Produktion hergestellt. 2006 soll der jährliche Output von Motorola in China an die zehn Mrd. USD betragen.
Motorola: Handymarkt soll um 10 Prozent wachsenDerzeit noch Marktführer
Derzeit kann sich das Unternehmen bei Mobiltelefonen noch als Marktführer in der Volksrepublik behaupten. Motorola hält seit 18 Monaten etwa 30 Prozent der chinesischen Marktanteile.
Doch die Konkurrenz schläft nicht: "Lokale Anbieter haben in den vergangenen drei Jahren intensivst versucht aufzuholen. Wir nehmen sie mindestens so ernst wie weltweite Konkurrenten wie Nokia, Samsung oder Siemens", sagt Zafirovski.
Für 2003 rechnet der COO bei mobilen Telefonen mit einem verringerten Umsatzwachstum von etwa 15 Prozent. Zuvor erreichte Motorola in China 30- bis 40-prozentige Zuwächse beim Umsatz. Für den weltweiten Handyabsatz prognostiziert das Unternehmen einen Anstieg von bis zu zehn Prozent.
