08.01.2003

MARKT

Motorola investiert in China

Motorola setzt auch jenseits des Handymarktes große Hoffnungen auf China. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, sollen neben der Produktion auch die Bereiche Forschung und Entwicklung in China weiter ausgebaut werden.

Motorola-COO Mike Zafirovski sieht Zugewinne nicht nur bei Mobiltelefonen, sondern auch bei Funksprechgeräten sowie bei Halbleiter- und Breitbandprodukten. Bis 2006 will das Unternehmen mit seinen Geschäftspartnern rund zehn Mrd. Euro in der Volksrepublik investieren.

Derzeit noch Marktführer

Derzeit kann sich das Unternehmen bei Mobiltelefonen noch als Marktführer in der Volksrepublik behaupten. Motorola hält seit 18 Monaten etwa 30 Prozent der chinesischen Marktanteile.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: "Lokale Anbieter haben in den vergangenen drei Jahren intensivst versucht aufzuholen. Wir nehmen sie mindestens so ernst wie weltweite Konkurrenten wie Nokia, Samsung oder Siemens", sagt Zafirovski.

Für 2003 rechnet der COO bei mobilen Telefonen mit einem verringerten Umsatzwachstum von etwa 15 Prozent. Zuvor erreichte Motorola in China 30- bis 40-prozentige Zuwächse beim Umsatz. Für den weltweiten Handyabsatz prognostiziert das Unternehmen einen Anstieg von bis zu zehn Prozent.