07.01.2003

MACWORLD

Bildquelle: Apple

Mit frischer Software gegen Microsoft

Apple Computer will sich mit einer breit angelegten Software-Initiative aus der Abhängigkeit von Microsoft befreien.

Apple-Chef Steve Jobs stellte heute in San Francisco einen Webbrowser vor, der direkt mit dem Internet Explorer von Microsoft konkurriert. Außerdem bringt Apple ein Präsentationsprogramm auf den Markt, das mit Microsofts "PowerPoint" im Wettbewerb steht.

Schließlich bündelt Apple seine Programme, mit denen man Musik, Fotos und Videos bearbeiten und archivieren sowie DVDs erstellen kann, in dem Softwarepaket "iLife". "Was Microsoft mit seiner Office-Suite im Bereich der Arbeitsproduktivität erreicht hat, werden wir bei den digitalen Lifestyle-Programmen schaffen", sagte Jobs zur Eröffnung der Fachmesse Macworld Expo.

Linux-Browser Konqueror als Basis

Beim Webbrowser "Safari" greift Apple jetzt auf Entwicklungen aus der Szene rund um das freie Betriebssystem Linux zurück. Der Kern von "Safari" beruht auf dem Linux-Webbrowser "Konqueror", der in den vergangenen Monaten auch mit Hilfe von Apple-Ingenieuren als Open Source weiterentwickelt wurde. "Safari ist drei Mal schneller als der Internet Explorer", sagte Jobs.

Apple kündigte gleichzeitig ein verstärktes Engagement im Bereich der Videosoftware an. Neben dem Einsteigerprogramm "iMovie", das kostenlos mit neuen Apple-Rechnern abgegeben wird, und dem Profi-Programm "Final Cut Pro" wird die Firma künftig "Final Cut Express" für den ambitionierten Videoamateur anbieten. Apple konkurriert in diesem Bereich mit dem Unternehmen Pinnacle Systems.