03.01.2003

THE GODFATHER

Bildquelle: fuZo

Italien boykottiert Mafia-Computerspiele

In Italien will eine Gruppe Parlamentarier eine Offensive gegen den Verkauf von Videospielen starten, in denen Mafiosi als Helden dargestellt werden.

Mindestens sechs dieser Games seien legal in Italien im Umlauf, in denen die Spieler die Rolle der "Paten" übernehmen können und anschließend Schutzgelder sammeln, Auftragsmorde erledigen und vor der Polizei flüchten müssen.

Weitere Videospiele dieser Art seien illegal zu kaufen, bemängelte Antonio Gentile, Mitglied der Antimafia-Kommission in der römischen Abgeordnetenkammer.

Gefahr für Kinder und Jugendliche

Für helle Entrüstung sorgte kürzlich ein Mafia-Computerspiel, in dem Morde, Einschüchterungs- und Racheaktionen der Inhalt sind.

In "Mafia, the city of lost heaven" wird ein junger Taxifahrer in eine Reihe von Morden verwickelt und muss sich im Chicago der dreißiger Jahre vor einer Mafia-Bande retten. Anfangs startet er seine Karriere in schlichten Klamotten, als erfolgreicher Mafiosi sieht man ihn fast nur noch im dunklen Maßanzug.

Das Videospiel, das in den vergangenen Monaten in großer Zahl nach Italien importiert wurde, löste die Entrüstung der Konsumentenschutzverbänden aus, die zu einem Boykott des Herstellers "Rockstar" aufriefen.

Das Spiel stelle eine Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. Die Mafia, die in Italien für tausende Morde verantwortlich sei, dürfe nicht als Unterhaltung betrachtet werden.