03.01.2003

EXTRA

Bildquelle: PhotoDisc

Österreichs Schulbücher gehen online

Die IT-Offensive des Bildungsministeriums geht weiter.

Nachdem letzten Monat die Einführung des Linux-Zertifikats an Österreichs Schulen angekündigt worden war, hat Bildungsministerin Elisabeth Gehrer [ÖVP] nun ein neues Online-Projekt vorgestellt, bei dem Schüler aktuelle Themen interaktiv aufbereitet im Internet abrufen können.

Das Konzept sieht vor, dass im Unterricht wie bisher Schulbücher verwendet werden. Zusätzlich können jedoch aktuelle und interaktiv aufbereitete Materialien im Netz abgerufen werden, welche die Inhalte der Schulbücher ergänzen.

"Kinder und Jugendliche erhalten damit eine zusätzliche Möglichkeit, sich mit den Lerninhalten auch daheim zu beschäftigen, ihr Wissen zu überprüfen und so selbst ihren Wissensstand einschätzen zu können", so Gehrer in einer Aussendung.

"Chancen durch Neue Medien"

"Die österreichischen Schulen nützen die Chancen, die durch die Neuen Medien geboten werden. Die letzte OECD-Studie hat gezeigt, dass in keinem anderen europäischen Land den Schülern in den Schulen so viele Computer zur Verfügung stehen wie in Österreich", so Gehrer weiter.

Laut Gehrer werden mit dem Projekt die neuen technischen Möglichkeiten dazu genutzt, den bewährten traditionellen Unterricht durch moderne Lernformen zu ergänzen.

Die Online-Contents werden ähnlich wie die traditionellen Schulbücher von Autoren und Fachleuten der Schulbuchverlage entwickelt und von den Approbationskommissionen des Bildungsministeriums freigegeben.

Ab Schuljahr 2003/04

Ab dem Schuljahr 2003/04 kann die Online-Ergänzung bei der Bestellung der Schulbücher angefordert werden. Die Schüler erhalten dann einen Zugangscode, mit dem sie zentral über das Bildungsportal auf die entsprechenden Inhalte der verschiedenen Verlage zugreifen können.

Notebooks für Schulen

In einer ersten Zwischenbilanz stellte Gehrer letztes Jahr dem Projekt "E-Learning" gute Noten aus und kündigte gleichzeitig eine Weiterführung an.

Im Schuljahr 2000/2001 haben 35 Oberstufenstandorte in 59 Klassen [rund 1.600 Schüler] in ganz Österreich begonnen, E-Learning-Konzepte in vielen Fachbereichen mit Hilfe von Notebooks umzusetzen.

Rund 400 Lehrer und über 2.700 Schüler gehen inzwischen im Unterricht mit teilweise kabellos vernetzten Notebooks zu Werke.

Damals sagte Gehrer, dass letztlich die Neuen Medien ein "selbstverständlicher Bestandteil" des Unterrichts werden müssten.