30.12.2002

LANGLEBIG

Bildquelle: IBM

OS/2 will nicht sterben

Das mehrfach totgesagte Betriebssystem OS/2 will nicht untergehen: Trotz mehrerer Ankündigungen IBMs, OS/2 bald nicht mehr unterstützen zu wollen, gibt es immer noch einige sehr treue Kunden.

Ära geht zu Ende

Dennoch gehe "früher oder später eine Ära zu Ende", wie es Georg Haschek, einst zuständig für die Vermarktung von OS/2 in Österreich und Osteuropa, im Gespräch mit der futureZone ausdrückt. Sowohl server- als auch clientseitig sei OS/2 noch im Einsatz. Vor allem Banken, Versicherungen und Spitäler würden das Betriebssystem immer noch verwenden.

Der derzeitige Stand laute OS/2 Warp 4 samt zahlreichen Fixes und Erweiterungen, so Haschek. Die vielfach kolportierte Version Warp 5 wurde nie realisiert. "OS/2 war das erste System, das als komplette Lösung auf den Markt kam. Features wie Spracherkennung, einer der ersten Browser und native TCP/IP-Unterstützung wurden bereits 1996 in Warp 4 implementiert." Warp 3 samt Internet-Tool wurde 1994 gelauncht.

Kunden wechseln zu Linux und Windows

Bis 31. Dezember 2004 könne die Lizenz noch erneuert werden. Danach seit das Ende des Produktzyklus allerdings noch nicht erreicht; für einige weitere Jahre wird der Support weiter bestehen. Haschek geht davon aus, dass OS/2-Kunden serverseitig zu Linux ["auf Grund der Stabilität"] sowie clientseitig zu Windows wechseln werden.