Henson-Teilverkauf sichert EM.TV-Kredit
Das Medienunternehmen EM.TV wird nach eigener Einschätzung mit den Erlösen aus dem Teilverkauf der US-Tochter Jim Henson einen Liquiditätsengpass abwenden können.
"Der Mittelzufluss wird auf alle Fälle reichen, um die letzte Rate des Junior-Kredits von 49 Mill. Euro zu begleichen", sagte Finanzvorstand Andreas Pres in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
EM.TV will nach früheren Angaben im Januar 2003 zu einer endgültigen Vereinbarung zum Verkauf von 49,9 Prozent des Produzenten der Muppet-Show kommen. Vergangene Woche hatte EM.TV eine Fristverlängerung zur Rückzahlung der letzten Rate über ursprünglich 64 Millionen Euro bis Ende Januar von den Banken erhalten.
Im Wesentlichen Einigung
Die Veräußerung der Henson-Anteile sichert EM.TV nach den Worten
Pres die Liquidität. "Mit dem Teilverkauf wäre EM.TV für 2003
liquiditätsmäßig abgesichert", sagte er der FAZ. Interessent für
Henson ist eine US-Investorengruppe aus den USA. "Über die
grundsätzlichen Punkte wurde im wesentlichen Einigung erzielt",
sagte Pres zum Stand der Gespräche.
EM.TVDas von den Brüdern Thomas und Florian Haffa gegründete Medienunternehmen gehörte in den Boom-Zeiten des Neuen Marktes zu den Lieblingen der Börsianer, geriet aber später wie die gesamte Medienbranche in die Krise und muss sich deshalb von Beteiligungen trennen.
EM.TV hatte im März 2000 insgesamt 680 Mio. USD gezahlt. Aktuell steht die Tochter nur noch mit 150 Mio. Euro in den Büchern. In Kreisen, die über die Vermögenslage bei Henson informiert sind, war der faire Wert zuletzt mit 80 Mio. USD beziffert worden.
