25.12.2002

TRANSFER

Bildquelle: fuZo

Asiatische Handys für Europa

Was hierzulande als Multimedia-Triumph gefeiert wird, ist in Japan längst alter Hut: Handys mit Farbdisplays und Kameras sowie das Verschicken von Fotos, Videos und Audionachrichten.

Die asiatischen Handyhersteller haben bereits jahrelange Erfahrung in der Erzeugung von Multimedia-Handys. Ihre ausgereiften Plattformen sollen nun auch die Europäer überzeugen: vor allem japanische Hersteller wären in einer Position, weitaus höhere Marktanteile ausserhalb ihres Stammmarktes einzufahren, kommt ein Report der Telekomanalysten von Probe Research zum Schluss.

"Perfekt für europäische Anforderungen"

Diese Handsets würden nun für europäische Betreiber äußerst attraktiv werden. "Asiatische Hersteller haben auf dem Multimedia-Gebiet weit mehr Erfahrung; ihre Geräte sind perfekt für derzeitige europäische Anforderungen geeignet", so Chamberlain. Er führt einen kürzlich erfolgten Deal an, in dem Sharp 400.000 Handsets an Vodafone liefert - eine Transaktion, die die europäischen Hersteller aufgeschreckt hat.

Und die Entwicklung geht ständig weiter: Heute hat Sanyo Electric ein Kameramodul vorgestellt, das nur 35 mW benötigt, 10 mW weniger als vergleichbare Geräte. Das CCD-Gerät [Charged Coupled Device] soll mit herkömmlichen CMOS-Kameras [Complementary metal-oxide semiconductor] konkurrieren. Die IGT99267-ST3 hat eine Auflösung von 352 mal 288 Bildpunkten - ausreichend für Europa, wie der Sanyo-Pressetext feststellt: "Handys mit eingebauten Kameras werden derzeit gerade in Europa eingeführt, und Kameras mit einer Auflösung von rund 100.000 Pixeln werden wohl anfangs verwendet werden".