Smartphone nicht mehr mit MS
Der britische Mobiltelefonhersteller Sendo hat gegen seinen ehemaligen Partner Microsoft einen Prozess wegen Diebstahls geistigen Eigentums eingereicht.
Vor einigen Wochen gab Sendo bekannt, die Entwicklung seines lang angekündigten Smartphones Z100 einzustellen und das Gerät nicht auf den Markt zu bringen. Stattdessen lief Sendo ins Lager von Nokia über und lizenzierte dessen Plattform 60, die auf dem Handybetriebssystem Symbian aufsetzt.
Bis jetzt hatte Sendo kein Statement zur plötzlichen Aufkündigung gegeben, bis auf den Hinweis, dass man nicht Zugang zu allen nötigen Source Codes erhalten habe.
Das Unternehmen hatte an dem Multimedia-Gerät seit mehr als einem Jahr gearbeitet. Das Handy wurde auf der CeBIT 2002 erstmals präsentiert, der Auslieferungstermin hatte sich allerdings immer wieder verzögert.
Rückschlag für MS Handy-OffensiveKein Kommentar von MS
Microsoft hat bis jetzt noch kein Kommentar zu dem Fall abgegeben. Als vor einigen Wochen bereits Gerüchte bezüglich Differenzen zwischen den beiden Herstellern wegen Missbrauchs geistigen Eigentums von seiten Microsoft aufgetreten waren, hatte MS alle Anschuldigungen als grundlos abgewiesen.
Sendo selbst sieht die Anschuldigungen als gravierend und beträchtlich.
