Mandrake-Linux braucht Kapital
Der französische Linux Distributor MandrakeSoft steckt in einer tiefen finanziellen Krise. Um das Erscheinen der nächsten Version erreichen zu können muss MandrakeSoft nach eigenen Angaben kurzfristige Mittel auftreiben und die zur Zeit laufende Kapitalerhöhung schnell zum Ende bringen.
Zwar habe das Unternehmen, das seit November diesen Jahres unter einer neuen Führung steht, die Umsätze steigern können, doch die immer noch zu hohen Kosten gehen weiter zu Lasten finanzieller Reserven.
Verschlechtert habe sich die Situation gegenüber der ursprünglichen Planung auch durch das kurzfristige Abspringen einen Investors. Die momentan benötigte Summe belaufe sich auf zirka vier Millionen Euro. Eine Finanzspritze dieser Größe würde ausstehende Verpflichtungen abdecken, die Kosten für den Break-Even tragen und eine Finanzdecke für kommende Erweiterungen bedeuten.
Auf der Webseite von Mandrake sind neben der Darstellung der finanziellen Lage auch die wichtigsten historischen Entwicklungen und die ¿Zukunftsaussichten des Unternehmens aufgeführt.
"MandrakeSoft's future"Wege aus der Krise
Als Mittel zur Bewältigung der Cash-Krise versucht Mandrake nun Entwickler und Anwender für eine Unterstützung zu motivieren. So bittet Mandrake die Öffentlichkeit zum weiteren Kauf seiner Produkte und Dienstleistungen und hofft zudem auf einen neuen Investor.
Zu Weihnachten will Mandrake zudem mehr zahlende Mitglieder für den ¿Mandrake-Linux-User-Club gewinnen. So sei laut Mandrake Weihnachten eine gute Gelegenheit, etwas "Linux-Begeisterung" durch das Verschenken oder dem Upgrade einer Mandrake-Club-Mitgliedschaft zu wecken.
Die Jahresbeiträge beginnen bei 69 Euro für die Standard-Mitgliedschaft und enden nach zwei weiteren Staffelungen [Silver für 139 Euro und Gold für 699 Euro] bei 1.395 Euro für Platinium-User. Die Notierung der MandrakeSoft-Aktie am Euronext-Markt wurde bis zum Abschluss der Kapitalerhöhung ausgesetzt.
