20.12.2002

VIETNAM

Bildquelle: fuZo

Netz-Kritiker bekommt zwölf Jahre Haft

Ein vietnamesischer Geschäftsmann ist wegen angeblicher Spionage und Regierungskritik im Internet zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

Der Mann habe für nicht näher bezeichnete "feindliche Kräfte" spioniert, begründete ein Gericht in Hanoi sein Urteil.

Zwölf Jahre Haft ist Mindeststrafe

Das Urteil stieß bei Menschenrechtlern auf scharfe Kritik. Die Regierung verhafte und drangsaliere weiterhin Leute, die lediglich demokratische Reformen und die Verantwortlichkeit der Regierung anmahnten, beklagte die Organisation Human Rights Watch.

Das Gericht teilte mit, der Geschäftsmann und frühere Soldat Nguyen Khac Toan habe "verzerrte Informationen über die Regierung im Internet mit dem Ziel verbreitet, zu einem Umsturz aufzuwiegeln". Bei Spionage seien zwölf Jahre Haft die Mindeststrafe.

Ausländische Medien waren zu dem eintägigen Prozess nicht zugelassen worden.