Roboter lernt Gefühle zu erkennen
Menschen können von Natur aus den emotionalen Zustand ihrer Mitmenschen auf den ersten Blick erkennen.
Zwei US-Forscher wollen nun einen Roboter entwickeln, der die Gefühlswelt seiner menschlichen Kollegen genauso feinfühlig aufnehmen kann.
Der Roboter soll selbst zwar keine Gefühle haben, aber als einfühlsamer Helfer auf den mentalen Zustand reagieren können.
Der technische Entwickler Nilanjan Sarkar und sein Kollege, der Psychologe Craig Smith, von der Vanderbilt University arbeiten gemeinsam an dem Roboter.
Nilanjan SarkarRoboter erkennt Anzeichen für Stress
Zuerst mussten die Wissenschaftler ein System entwickeln, das unter den einzelnen menschlichen Gefühlsregungen unterscheiden und diese auch erkennen kann. "Das Schwierige daran ist, dass die gleichen Gefühle von verschiedenen Menschen komplett anders ausgedrückt werden," erklärt Smith.
Um die Reaktionen der Menschen auf verschiedene Situationen besser zu verstehen, wurden Testpersonen mit Sensoren bestückt und deren Stress- und Angstpegel während eines Videospiels mit Hilfe der Herzfrequenz gemessen.
In Kombination mit Messungen der Leitfähigkeit der Haut und der Muskelbewegungen im Gesicht konnte schließlich zuverlässig das Stresslevel festgestellt werden.
Anhand der Informationen über die Anzeichen von Stress wurden dem mobilen Roboter Verhaltensrichtlinien vorgegeben.
Bemerkt der Roboter einen gestressten Mitmenschen, bewegt er sich direkt auf ihn zu und bietet seine Hilfe an.
Langeweile und Frustration
Die Wissenschaftler versuchen derzeit die Gefühlszustände
Langeweile und Frustration in Testpersonen auszulösen, um auch dafür
zuverlässige Indikatoren zu finden. Damit soll der Roboter dann sein
Verhaltensrepertoire aufstocken.
Intelligent Robotics Lab
