AOL bekommt Schadenersatz wegen Spam
Der Provider AOL hat nach eigenen Angaben von einem US-Gericht knapp sieben Millionen USD Schadenersatz von einem Versender unerwünschter E-Mails zugesprochen bekommen.
Es handle sich um die größte Summe, die dem Unternehmen je in einem Spam-Prozess zugesprochen worden sei, sagte ein AOL-Sprecher.
Klage läuft seit 1998
Der Internet-Dienst hatte 1998 gegen die Firma CN Productions
geklagt, da diese AOL-Nutzern unaufgefordert annähernd eine
Milliarde E-Mails gesendet hatte. In diesen sei auf Websites
verwiesen worden, deren Inhalte nur für Erwachsene vorgesehen seien.
AOLHäufig handelt es sich bei diesen "adult websites" um Seiten mit pornografischen Inhalten.
"Das ist ein wichtiger juristischer Sieg im Kampf gegen Spam", hieß es in einer AOL-Mitteilung. AOL werde weiter mit allen rechtlichen und technischen Mitteln gegen Spam-Versender vorgehen.
CN Productions war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
