17.12.2002

TELEKOM

Marconi-Rettungsplan gesichert

Der hoch verschuldete britische Telekom-Ausrüster Marconi hat sich die Zustimmung seiner Gläubigerbanken zu einem milliardenschweren Rettungsplan gesichert. Damit könne das Vorhaben bis Mitte März abgeschlossen werden.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Gläubiger die Marconi-Schulden von nahezu vier Milliarden Pfund [6,21 Milliarden Euro] abschreiben werden. Im Gegenzug sollen sie 99,5 Prozent des Aktienkapitals des ehemaligen Börsenlieblings erhalten.

Nach der Umstrukturierung würden die Schulden bei 210 Millionen Pfund liegen, verglichen mit 2,85 Milliarden Pfund Ende September.

Nach Stellenabbau noch 14.000 Mitarbeiter

Marconi ging aus dem ehemaligen Mischkonzern GEC hervor, dessen Produktpalette von Waschmaschinen bis zu Radarausrüstung für Kampfflugzeuge reichte. Das Unternehmen hatte sich im Zuge des Internet-Booms auf die Produktion von Telekom-Ausrüstung konzentriert und wurde dann vom Geschäftseinbruch in der Branche hart getroffen.

Die Briten sahen sich zu massiven Stellenstreichungen gezwungen. Im Quartal bis Ende September wurden den Angaben zufolge 2.000 Stellen abgebaut. Es seien keine weiteren größeren Stellenstreichungen geplant, hieß es. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres wird Marconi etwa 14.000 Mitarbeiter beschäftigen.