16.12.2002

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Bildquelle: hp

Was HP Österreich 2003 erwartet

HP Österreich rechnet im kommenden Jahr mit einem flachen Wachstum auf dem IT-Markt: "Die IDC-Prognose, die von einem Wachstum von vier Prozent ausgeht, ist meiner Meinung nach zu optimistisch", meint Wolfgang Gruber, Geschäftsführer von HP Österreich.

Nach wie vor würden viele Betriebe ihre IT-Investitionen hinausschieben. Auch im öffentlichen Bereich würden die Projekte wegen der noch andauernden Regierungsbildung noch auf sich warten lassen.

Was kommt

Die drei großen Themen, die die IT-Welt im nächsten Jahr dominieren, würden die Themen Konsolidierung, Standardisierung und Internationalisierung sein, führte Gruber aus.

Immer mehr Unternehmen würden auf Grund von vorgegebenen Kosteneinsparungen ihre EDV-Infrastruktur konsolidieren oder gleichartige Systeme und Arbeitsplätze einrichten.

Der Bedarf nach Internationalisierung ergebe sich aus dem Umstand, dass bereits zahlreiche mittlere Betriebe nach Osteuropa ausweiten. Die EDV-Strukturen würden noch mehr vernetzt.

Für die Geschäftstätigkeit von HP bedeute das, dass EDV-Infrastrukturen angeboten werden müssen, die sich möglichst flexibel anpassen können. Eine Technik wird laut Gruber als "utility computing" bezeichnet. Dabei gehe es darum, über die gesamte teilweise ungenutzte Rechnerleistung eines Unternehmens, die auf viele Server verteilt sein kann, einen Überblick zu haben. Mit spezieller Software und einem Steuercomputer könnten dann neue Anwendungen optimal auf die vorhandenen überschüssigen Kapazitäten der Server verteilt oder von einem Server auf einen anderen verschoben werden.

Return on IT

Ein weiterer Trend, der sich bereits jetzt abzeichne, sei die gesamthafte Betrachtung der Kosten von EDV-Installationen, so Gruber. Die Erstinstallation eines Arbeitsplatz-PC mit Hard- und Software macht laut Gruber gerade 35 Prozent der Gesamtkosten aus.

Die restlichen 65 Prozent entfielen etwa auf den Help-Desk und die Verteilung und das Aufspielen von neuer Software. Durch Standardisierung und Verteilmechanismen könnten hier Kosten gespart werden. "In Zukunft werden die Unternehmen dem Return on IT [ROIT] mehr Beachtung schenken", so Gruber.

Ein weiter wesentlicher Trend für das Jahr 2003 wird laut Gruber das Thema "Outsourcing" sein, also die Auslagerung der gesamten IT-Infrastruktur. Immer mehr Unternehmen würden sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren wollen und die rudimentär betriebenen IT-Netzwerke auslagern, so Gruber.