Siemens behält seine Handysparte
Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat erstmals Spekulationen widersprochen, der Konzern plane einen Verkauf seiner Handysparte: "Ein Verkauf der Mobiltelefon-Aktivitäten steht im Moment nicht auf der Tagesordnung", sagte von Pierer der finnischen Wirtschaftszeitung "Kauppalehti".
Seit Monaten spekulieren Medien und Branchenexperten, Siemens könnte sich von der Handysparte trennen, die zusammen mit den Netzwerkaktivitäten zum Konzernbereich ICM gehört.
Hartnäckig halten sich dabei Gerüchte, es werde über eine Abgabe an den US-Hersteller Motorola im Tausch gegen dessen Netzwerkaktivitäten verhandelt. Siemens hatte dazu bisher keinen Kommentar abgegeben.
Kolportiert: Siemens und Motorola vor SpartentauschEhrgeizige Ziele
Zum weltweiten Marktanteil von Siemens bei Mobiltelefonen sagte von Pierer der Zeitung: "Wir müssen zehn Prozent anstreben." Die ideale Situation wären 15 Prozent, fügte er hinzu. "Aber davon sind wir immer noch weit entfernt."
Auf der Siemens-Bilanzpressekonferenz am vergangenen Donnerstag hatte von Pierer gesagt, der Marktanteil solle von derzeit rund acht auf neun Prozent steigen. Einen Zeitplan dafür hatte er nicht genannt.
Siemens ist der viertgrößte Handyhersteller hinter Nokia, Motorola und Samsung.
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