Umsatz bei T-Mobile stagniert

wettbewerb
21.09.2006

Der Mobilfunker T-Mobile Austria erwartet für 2006 einen stagnierenden Umsatz. Das gab das Unternehmen heute auf einer Pressekonferenz in Wien bekannt.

Gemeinsam mit der kürzlich übernommenen tele.ring werden heuer rund 1,2 Mrd. Euro umgesetzt. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde werde um drei Prozent sinken, bei der mobilkom austria seien es ca. 5 Prozent, bei einem anderen Mitbewerber gar 20 Prozent, so T-Mobile-Chef Georg Pölzl am Donnerstag vor Journalisten. Dass trotz sinkenden Durchschnittsumsatzes der Gesamtumsatz stagniere, begründete er mit dem Kundenzuwachs.

200 Mitarbeiter weniger durch Fusion

Er versicherte, dass T-Mobile und tele.ring auch künftig als zwei Marken auftreten werden. Die Positionierung laute: "T-Mobile, die beste Qualität zum fairen Preis" sowie "tele.ring, faire Qualität zum besten Preis".

Der Umzug von tele.ring in die T-Mobile-Konzernzentrale am Wiener Rennweg sei bereits abgeschlossen, mit 1.800 Mitarbeitern habe man nun um 200 weniger, als die beiden Unternehmen noch als getrennte Firmen hatten. 2007 soll die Mitarbeiterzahl noch einmal ein wenig sinken, allerdings ausschließlich durch natürliche Fluktuation.

Problembereich Roaming

Pölzl erteilte einmal mehr den Bestrebungen der EU-Kommission zur Senkung der Roaming-Gebühren eine Absage. Sein Unternehmen verzeichne durch wettbewerbsbedingte Preissenkungen in diesem Bereich bereits einen Umsatzrückgang von 15 Prozent.

Sinkenden Minutenentgelten sowohl beim Roaming als auch bei Inlandstelefonaten sei man mit einer Offensive beim Datenumsatz über HSDPA begegnet. Derzeit mache das Datengeschäft 15 Prozent des Umsatzes aus.

T-Mobile Austria ist eine Tochter der Deutschen Telekom, Europas größtem Telekom-Anbieter. Nach Eigenangaben hat das Unternehmen 3,1 Millionen Kunden und liegt damit knapp hinter der mobilkom austria (3,5 Millionen).

(APA)