Adobe findet kein gecracktes E-Book
Das Verfahren gegen die russische Softwarefirma Elcomsoft, das sich bereits seit Sommer des Vorjahres hinzieht, haben die Beteiligten diese Woche vor Gericht ausgesagt.
Elcomsoft hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, den Passwortschutz so genannter Ebooks zu entfernen. Der Programmierer Dimitri Sklyarov hatte dazu im Juli 2001 anlässlich der Hackerkonferenz Defcon einen Vortrag in Las Vegas gehalten und wurde gleich danach verhaftet.
Keine Einreiseerlaubnis
Die Bearbeitung des Falles vor Gericht hatte sich kürzlich
verzögert, als die Visa-Behörde dem ElcomSoft-Programmierer keine
Einreiseerlaubnis erteilte.
Visa-Behörde sabotiert DMCA-ProzessIntensive Suche
Wie sich diese Woche herausstellte, hat Adobe trotz intensivster Suche kein einziges Ebook finden können, das mittels der Elcomsoft-Software gecrackt worden war.
Zwar stieß Adobe offensichtlich auf hunderttausende gecrackte elektronische Bücher, jedoch wurde kein einziges von der Elcomsoft-Software bearbeitet.
Der Fall ist einer der ersten, bei dem sich der Kläger auf den Digital Millennium Copyright Act [DMCA] beruft. Elcomsoft sagte aus, das Programm sei dafür gedacht, die Benutzung von Ebooks flexibler zu gestalten und die Möglichkeit einzuräumen, elektronische Bücher etwa vom Desktop auf den Laptop zu kopieren, um sie unterwegs zu lesen.
