USA errichten eigene Domain für Kinder
In den USA wird eine eigene Domäne für Kinder eingerichtet. Präsident George W. Bush hat das Gesetz, das die Einrichtung der Domäne ".kids.us" und ihre Handhabung regelt, am Dienstag unterschrieben.
Webseiten, die unter dieser Endung laufen, müssen sich verpflichten, den Inhalt ihrer Seiten genau zu prüfen und keinerlei pornografisches Material, Hassreden, Gewalt oder ähnlichen Inhalt online zu stellen.
Links in das WWW sind untersagt, Features wie Instant Messaging oder Chatrooms werden nur zugelassen, wenn sie garantieren können, "sicher" zu sein. Selbst dann sollen die Kinder nur aus einer vorbestimmten Auswahl an Ausdrücken wählen können.
Die Überwachung und Verwaltung soll das Washingtoner Telekom-Unternehmen Neustar Inc. übernehmen, das bereits für die Verwaltung von .us verantwortlich zeichnet.
USA wollen kindgerechtes InternetInhalte für Kinder bis 13 Jahre
Erste Bestrebungen des US-Kongresses gingen dahin, eine eigene Domäne .kids zu schaffen, der Vorschlag wurde aber von der ICANN abgelehnt.
Das Gesetz wurde nach dem Tod eines Mädchens initiiert, das von einem Mann ermordet wurde, den es in einem Chatroom kennen gelernt hatte.
Die Eltern haben nun die Möglichkeit, die PCs ihrer Kinder so einzurichten, dass diese nur auf .kids-Adressen surfen können. Ein unabhängiges Gremium soll darüber entscheiden, welche Inhalte für die Zielgruppe bis 13 "angemessen" sind.
Die Rede von Bush zum GesetzErfolg fraglich
Der Erfolg der Domäne ist noch unsicher, da niemand genau sagen kann, inwieweit die Forderungen erfüllt werden können und ob die Kinder überhaupt darin surfen werden.
Bush verglich die Domäne mit der Kinderabteilung einer Bücherei, wo Eltern ihre Kinder bedenkenlos surfen lassen können.
