Gläubigerschutz für Telekabel-Mutter
Wie bereits vor über einem Monat angekündigt, hat der größte europäische Kabelnetzbetreiber UPC nun in den USA und den Niederlanden Antrag auf Gläubigerschutz gestellt.
Das operative Geschäft soll davon nicht beeinträchtigt werden.
Der Sanierungsplan werde bis Ende März nächsten Jahres umgesetzt, teilte der größte Aktionär des Unternehmens, UnitedGlobalCom [UGC], mit.
Unternehmensstruktur
UGC gehört zum Firmenimperium des US-Unternehmers John Malone,
Liberty Media. In Österreich ist UPC mit seiner 95-prozentigen
Tochter UPC Telekabel tätig.
Liberty MediaKeine Auswirkungen für AT-Telekabel
600.000 Kunden nutzen derzeit das Breitbandnetz von Chello. In Österreich gibt es derzeit 170.000 Chello-User.
Die 95-prozentige Österreich-Tochter UPC Telekabel sieht vorerst keine Veränderungen auf sich zukommen.
"Das Entschuldungsverfahren bei UPC hat vorerst keine Auswirkungen für die Telekabel. Wir sehen derzeit keine Änderung in der Eigentümerstruktur", versicherte der Geschäftsführer der Kabel TV Wien, Christian Cap, Anfang Oktober.
Erst wenn das Verfahren nicht positiv abgeschlossen werden sollte, werde es "wieder spannend".
Telekabel von UPC-Pleite unbeeindrucktSchulden in Höhe von 10,7 Milliarden Euro
UPC hatte Ende September angekündigt, einen Teil seiner Schulden im Gesamtausmaß von rund 10,7 Milliarden Euro in Eigenkapital umzuwandeln.
Die Gesamtverschuldung soll dadurch um 65 Prozent reduziert werden, die Transaktion bis zum Ende des ersten Quartals 2003 abgeschlossen sein.
Schulden-Restrukturierung bei UPC
