03.12.2002

PLEITE

Bildquelle: Photodisc/ORF.at

Gläubigerschutz für Telekabel-Mutter

Wie bereits vor über einem Monat angekündigt, hat der größte europäische Kabelnetzbetreiber UPC nun in den USA und den Niederlanden Antrag auf Gläubigerschutz gestellt.

Das operative Geschäft soll davon nicht beeinträchtigt werden.

Der Sanierungsplan werde bis Ende März nächsten Jahres umgesetzt, teilte der größte Aktionär des Unternehmens, UnitedGlobalCom [UGC], mit.

Keine Auswirkungen für AT-Telekabel

600.000 Kunden nutzen derzeit das Breitbandnetz von Chello. In Österreich gibt es derzeit 170.000 Chello-User.

Die 95-prozentige Österreich-Tochter UPC Telekabel sieht vorerst keine Veränderungen auf sich zukommen.

"Das Entschuldungsverfahren bei UPC hat vorerst keine Auswirkungen für die Telekabel. Wir sehen derzeit keine Änderung in der Eigentümerstruktur", versicherte der Geschäftsführer der Kabel TV Wien, Christian Cap, Anfang Oktober.

Schulden in Höhe von 10,7 Milliarden Euro

UPC hatte Ende September angekündigt, einen Teil seiner Schulden im Gesamtausmaß von rund 10,7 Milliarden Euro in Eigenkapital umzuwandeln.