Zwischen Gemütlichkeit und Paranoia
Die Wiener Initiative "[d]vision" veranstaltet von heute bis zum 1. Dezember einen "digitalen Salon" im Wiener WUK.
Zwischen Mod-Konsolen, dem Tattoo-Roboter Kurt, Noch-nicht-einmal-Karaoke-Sängern und Underground-Filmemachern sollen dabei "die Technologien des Privaten neu diskutiert" werden.
[d]vision hat letztes Jahr die Veranstaltung "Electronic Kindergarten" organisiert, bei der es um die Videospiel-Kultur und -Geschichte ging.
"Electronic Kindergarten" - C64 & CoGrenzen von Privatem und Öffentlichem
"digitalBIEDERMEIER" soll "den wieder modern gewordenen Rückzug ins Wohnzimmer, von dem aus die digitale Welt, und damit Öffentlichkeit, erobert wird", zeigen.
Zentrale Frage der Veranstaltung ist: "In welchen Räumen findet das Private statt und welche Treffpunkte schaffen sich Communitys?"
Dabei soll das Biedermeier "als Metapher für die offensichtliche Verschiebung der Grenzen von Privatem und Öffentlichem und nicht zuletzt dem Entstehen einer kleinbürgerlichen Netzkultur" dienen.
Das umfangreiche Programm umfasst ein Symposion, eine Filmreihe, ein Musikprogramm und den Salon.
digitalBIEDERMEIERProgramm
Im Symposion sollen internationale Wissenschaftler zur Geschichte des Privaten, zu Liebe und Technologie, zu vernetzten Spielewelten, Privatsphäre und Datenschutz reflektieren.
Die Filmreihe versammelt über 40 Filme aus 23 Ländern und stellt so die Positionen der Filmemacher zu den Festivalthemen dar. Highlights sind die Österreichpremieren von Todd Verows Filmen "Take away" und "Up against a star".
Das Musikprogramm führt DJs aus Ost- und Westeuropa im "[d]Club" zusammen. Unter anderem treten die "F.R.U.I.T.S." aus Russland und "Alois Huber" aus Österreich auf.
