Transmeta sieht sich im Aufwind
Die angeschlagene Prozessorschmiede Transmeta zeigte sich auf der Comdex zuversichtlich. Neben einigen neuen Kooperationen im Embedded- und Server-Bereich präsentierte Transmeta das erste lauffähige Silizium des "TM 8000", der unter dem Namen "Astro" firmiert.
Die Zahl der Hersteller, die den Crusoe einsetzen, ist in den letzten Wochen ordentlich gestiegen, wodurch Transmeta seine Zukunft vorerst wohl gesichert hat.
Neben diversen Notebooks von Fujitsu, Sony und Sharp waren von NEC ein smarter All-in-one-PC, Blade-Module für geclusterte Rack-Systeme sowie zahlreiche Embedded-Anwendungen zu sehen. Speziell Letztere sollen in Zukunft PCs im Formfaktor eines Handhelds ermöglichen.
Transmeta entlässt 40 ProzentPrivatvorführung
In einer abgedunkelten Kammer einer Hotelsuite konnten Journalisten des "Tecchannels" abseits des Comdex-Messegeländes einen ersten Blick auf den neusten Spross aus dem Hause Transmeta werfen.
Der Astro soll die Nachfolge des TM5800 antreten, der bereits in zahlreichen Geräten, darunter auch Compacts Tablet-PC mit bis zu einem GHz, verbaut wird.
Der Astro lief auf einer Entwickler-Plattform stabil unter Windows XP und spielte eine Video-DVD ruckelfrei ohne zusätzliche Hardware-Beschleunigung ab. Unter der Kontrolle der Code-Morphing-Software kann das System wie beim Vorgänger selbst entscheiden, wann wie viel Leistung gebraucht wird - und zwar abhängig von der Auslastung. Entsprechend wird der Takt der CPU dynamisch angepasst. In der Demonstration lief die CPU je nach Last mit 400 MHz und bis weit über einem GHz.
Tablet-PCs: Letzte Hoffnung für TransmetaGegen Intels Banias
Transmeta hat das Hardware-Design und die Code-Morphing-Software für den Astro komplett neu entwickelt. Die Zahl der Ausführungseinheiten hat Transmeta von vier auf acht verdoppelt.
Über Cache-Größen, Leistungsaufnahme und Fertigungsprozess sowie die finale Taktfrequenz schweigt sich Transmeta aber noch aus.
Positioniert ist der Astro klar gegen Intels Banias. Bis Herbst nächsten Jahres will Transmeta den Prozessor an Systemhersteller liefern.
