20.11.2002

STUDIE

Bildquelle: ORF.at

Unternehmens-Sites weiter ungenügend

Die Internet-Auftritte der 500 größten heimischen Unternehmen sind unzureichend. Besonders schlecht ist die Bearbeitung von Anfragen über das Internet.

Zu diesem Urteil kommt jedenfalls die Studie "Webcheck.2002", für die Roland Berger und Diamond-Dogs Österreichs "Top 500" befragt haben.

38 Prozent reagieren schnell

47 Prozent der Unternehmen haben spezifische Anfragen nicht beantwortet. Studienautor Wolfram Krendlesberger zur Methodik: "Wir haben jedem Unternehmen maßgeschneiderte Anfragen an die auf der Website angegebene Kontaktadresse geschickt. Mails, die erst nach einer Woche beantwortet wurden, haben wir als nicht beantwortet qualifiziert."

Immerhin 38 Prozent der Unternehmen haben die Anfragen allerdings am selben Tag beantwortet, beim "Webcheck.2000" taten das nur 19 Prozent.

"Auffällig war, dass die Responsequalität und die Kompetenz der Informationen direkt mit der Responsegeschwindigkeit korreliert. Schnelle Antworten waren sehr brauchbar, E-Mails, die mehrere Tage später kamen, waren oft nichts sagende Antworten", erklärt Krendlesberger.

Bewegliche und statische Sites

Zweischneidig ist auch das Ergebnis im Bereich Aktualität. Zwar aktualisieren acht Prozent der Unternehmen ihre Site mehrmals täglich und 14 Prozent täglich, doch 44 Prozent aktualisieren nur monatlich oder noch seltener.

Diese Websites sind daher als "statisch" zu bezeichnen. Dabei sind laut Deecke nicht die technischen Voraussetzungen wie fehlende Content-Management-Systeme dafür verantwortlich:

Ansprüche wachsen

Insgesamt haben sich zwar technische Aspekte [Design, Usability, Zugriffszeiten] verbessert, doch angesichts der gestiegenen Erwartungen der User sind die Web-Auftritte der Unternehmen heute eher schlechter als vor zwei Jahren.

Deecke: "Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht, die Pflicht ist erledigt, doch die Kür lässt noch zu wünschen übrig. Die größte Schwachstelle liegt darin, dass viele das Medium an sich nicht verstanden haben."