Amazon "startet" Segway-Verkauf
Am Montag [Ortszeit] hat Amazon in den USA den Verkauf des Hype-Rollers Segway gestartet.
Der Stückpreis von knapp 5.000 USD ist im Vergleich zu dem bei einer Versteigerung von drei Rollern im Februar erzielten Preis von über 100.000 USD geradezu eine Mezzie.
Dabei werden lediglich etwa 30 Glückliche mit einer Lieferung vor Weihnachten rechnen können. Die Auslieferung in Stückzahlen soll erst im zweiten Quartal 2003 erfolgen.
Roller oder Handrasenmäher
Mit einem Roller hat "Ginger" aber nur die zwei Räder gemeinsam. Das Fortbewegungsmittel im Handrasenmäher-Design ist High-Tech pur. Voll gestopft mit Hard- und Software trägt es seinen Fahrer mit bis zu zwölf Meilen pro Stunde [knapp 20 km/h] durch die Gegend. Gesteuert wird mit Körberbewegungen, die das emfpindliche Standpodest aufnimmt. Vorwärtslehnen heißt Gasgeben, eine Rückwärtsbewegung Stoppen. Bremsen fehlen ganz.
Mit Segway sind Drehungen auf der Stelle möglich. Die in Ginger integrierten Prozessoren und Gyroskope [Kreiselvorrichtungen] berechnen 100 Mal pro Sekunde Straßenlage und Schwerpunkt und balancieren entsprechend aus. Das optisch kipplig wirkende Gefährt soll so auf jedem Belag zu jeder Zeit stabil sein, sogar auf Eisflächen.
Selbst ein harter Stoß kann Segway samt Fahrer nicht aus dem Gleichgewicht bringen.
Angetrieben von zwei Elektromotoren
Angetrieben wird Segway mit zwei batteriegespeisten Elektromotoren, die auf Zweikreisbetrieb ausgelegt sind. Fällt der eine Motor aus, kann der andere die ganze Arbeit übernehmen. Das ist nicht zuletzt deswegen wichtig, weil das Gerät ohne Motorenbetrieb mitsamt Fahrer umfallen würde.

