14.11.2002

ABSCHIED

Bildquelle: PhotoDisc

Consors verschwindet vom Börsenzettel

Dreieinhalb Jahre nach der ersten Börsennotierung am Neuen Markt verliert der Online-Broker Consors endgültig seine Eigenständigkeit und verschwindet vom Kurszettel.

Der Hauptaktionär, die französische Großbank BNP Paribas, findet die Minderheitsaktionäre mit 11,75 Euro je Aktie ab und wird Alleineigentümer von Consors, das mit der BNP-Tochter Cortal zusammengeschlossen werden soll.

Kleinaktionäre enttäuscht und verärgert

Mit einer Mischung aus Zorn und Resignation nahmen die Kleinaktionäre die Zwangsabfindung hin.

"Die Hauptversammlung ist eine Farce, das ist die Beerdigung von Consors", sagte Harald Petersen von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre. Er forderte BNP Paribas auf, den Aktionären zumindest den Preis von 12,40 Euro zu zahlen, der beim Übernahmeangebot im Frühsommer gezahlt worden war.

Andere Aktionäre gingen härter mit der Consors-Vorstandsriege um Karl Matthäus Schmidt ins Gericht, warfen ihr in einer erregten Atmosphäre Unfähigkeit und Betrug vor und sprachen von Enteignung. "Diese Leute haben mein Geld gestohlen", schrie ein Kleinaktionär in den Saal.