Fujitsu-Siemens wird globaler Konzern
Die Trend zur Konzentration im welweiten Computer-Geschäft geht auch auch nach der Fusion von HP und Compaq weiter:
Siemens und Fujitsu wollen nach ihrer Kooperation im europäischen PC-Geschäft auch ihre asiatischen und nordamerikanischen Aktivitäten kombinieren.
Das Vorhaben werde am Dienstag in Tokio offiziell vorgestellt, sagte eine Sprecherin des Gemeinschaftsunternehmens Fujitsu-Siemens Computer BV am Montag.
Die Sprecherin bestätigte damit einen japanischen Zeitungsbericht, in dem es hieß, beide Konzerne wollten ihr PC- und Server-Geschäft bis Ende des Jahres vollständig zusammenfassen und damit den weltweit viertgrößten PC-Konzern schaffen.
2001: Fujitsu-Siemens erstmals mit GewinnSeit 1999 in Europa
Siemens und Fujitsu hatten im Oktober 1999 ihre europäischen Computer-Aktivitäten zusammengelegt.
An dem in den Niederlanden ansässigen Joint Venture halten beide Konzerne je die Hälfte.
Siemens brachte in das Gemeinschaftsunternehmen sein Geschäftsgebiet Computer Systems mit knapp 8.000 Mitarbeitern ein, Fujitsu steuerte sein europäisches Tochterunternehmen Fujitsu Computers [Europe] Ltd. mit rund 1.600 Beschäftigten bei.
Siemens und Fujitsu gründen Computer-RiesenSiemens baut sich um
Für Siemens bedeutet die Ausweitung des Joint Ventures auch einen weiteren Umbau des Konzerns:
Siemens will zur Kosteneinsparung schon seine krisengeschüttelte Netzwerksparte [ICN] umgestalten.
Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung würden in dem Bereich zusammengefasst, um die Kosten nochmals zu senken, teilte der Konzern mit. 2.300 Stellen in der Zentrale in der Münchner Hofmannstraße würden wie angekündigt wegfallen. Bereichsleiter Thomas Ganswindt erklärte, der Umbau der unter anhaltender Nachfrageschwäche leidenden Sparte sei damit abgeschlossen.
Siemens ICN wird neu strukturiertWeiter Gerüchte um Handy-Geschäft
Und auch die Gerüchte über angebliche Firmentauschgeschäfte zwischen Siemens und dem Mobiltelefon- und Chiphersteller Motorola reißen trotz Dementis nicht ab:
US-Medien hatten Anfang letzter Woche berichtet, die beiden Firmen seien einem Tauschgeschäft nahe, bei dem Siemens seine Mobiltelefon-Sparte gegen Aktivitäten von Motorola im Bereich drahtlose Kommunikationsnetze tauschen werde.
Nach einem Dementi von Siemens berichtete Ende letzter Woche allerdings die "Financial Times Deutschland" wieder von angeblichen Gesprächen und berief sich wiederum auf "unternehmensnahe Kreise". Laut der "FTD" ist bei den Verhandlungen grundsätzlich schon eine Einigung erzielt worden.
Siemens und Motorola vor Spartentausch
