ORF.at (Nadja Igler)

Besucherrekord für Games Convention

26.08.2006

Die Spielemesse in Leipzig muss sich nicht hinter ihren großen Vorbildern wie der E3 in Los Angeles verstecken. Die Aussteller, Spielefirmen und vor allem die bereits 150.000 Besucher lassen die Leipziger Messehallen richtig erzittern.

Staus auf der Messezufahrt

Eigentlich wurden für die Games Convention [GC] bis inklusive Sonntag 150.000 Besucher erwartet - doch der Rekord des besucherreichsten Tags der neuen Leipziger Messe wurde bereits am Samstag aufgestellt.

Am Samstag, dem dritten Publikumstag, kamen 75.000 Menschen, so die Veranstalter. Auf der Autobahn bildeten sich Staus vor der Messe-Abfahrt.

Veranstalter überrascht

"Wir haben für den heutigen Tag mit einem riesigen Besucherandrang gerechnet und auch im Vorfeld logistische Maßnahmen getroffen, aber diese Besucherzahlen haben wir nicht erwartet", sagte Messe-Geschäftsführer Josef Rahmen.

Schon kurz nach der Öffnung der Tore am Samstag begrüßte die Messeleitung den 100.000 Besucher - und diesen wird ordentlich was geboten.

In jeder Halle dröhnt es von den einzelnen Ständen, jede Menge Lichter blinken und die Besucher drängen sich um die neuesten Entwicklungen auf dem Spielesektor.

Der Eingang der Spielemesse vor dem großen Ansturm, der am ersten Besuchertag [Donnerstag] einsetzte.

Geduldig warten die Besucher, bis sie auch Hand anlegen dürfen - hier am sehr mediterran anmutenden Stand von Microsoft.

Der Nintendo-Stand konnte am Fachbesuchertag [Mittwoch] mit dem Ansturm der Interessierten nicht mithalten - zu viele erhofften sich Infos zum Marktstart von Nintendos neuer Konsole Wii.

Sega ist ebenfalls wieder da - und verlässt sich, wie Nintendo, auf sein Maskottchen: Sonic, der Igel.

Neuer Besucherrekord

Nach zwei Tagen hat die Leipziger Messe bereits 71.000 Besucher gezählt. Zusammen mit den 4.000 Gästen beim Fachbesuchertag am Mittwoch kommt die Messe damit auf 75.000 Besucher, laut Veranstaltern ein Plus von 34 Prozent. Im letzten Jahr kamen in Summe 134.000 Besucher. Noch bis zum Sonntag zeigen 368 Aussteller aus 25 Ländern ihre Produktneuheiten.

Wie immer waren auch in Leizpig Polizisten an Ort und Stelle - diese hier sind allerdings falsch. Sie wollen über die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" aufklären und bieten gleich ein Probe-Sitzen in einer Gefängniszelle an.

Die Helden der Games-Geschichte

Vor Ort zu sehen ist auch Ausstellung rund um die Geschichte des allerersten Videospiel-Blockbuster. Mit originalen Spielgeräten, Fan-Software und von Pong inspirierten Kunstinstallationen.

Tiefergelegte PCs

Die Casemodding-Szene wird in Leipzig ebenfalls bedient: Es werden nicht nur interessante Modelle ausgestellt, auch Infos und Live-Modding werden an Ort und Stelle geboten.

In einer eigenen Meisterschaft, den "GC CasemodMasters", treten zum dritten Mal Deutschlands beste Casemodder gegeneinander an. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Leipziger Messe und den deutschen Community-Websites Casemodder.de und Easy-mod.de.

Die Stände müssen sich hinter denen von Los Angeles wahrlich nicht verstecken: Hier der sehr groß dimensionierte Stand von Konami [im Hintergrund Nintendo]

Der Sony-Stand zeigt sich ebenfalls sehr ausladend. Die PS3 ist vor Ort zwar zu sehen, spielen kann man sie als Besucher allerdings nicht.

Logistische Herausforderung

Angesichts von zum Teil dichtem Gedränge und entsprechenden Warteschlangen bei vielen Ausstellern kündigte Rahmen an, weiter an der Logistik zu arbeiten.

"Wir werden im nächsten Jahr gemeinsam mit unseren Ausstellern ein erweitertes logistisches Konzept anbieten, um diesen extremen Spitzen gerecht zu werden."

(futurezone | dpa | Nadja Igler)