Projekt Galileo verzögert sich wegen Streits
Wegen eines Streits zwischen Italien und Deutschland verzögert sich EU-Kreisen zufolge der Start des Satelliten-Navigationssystems Galileo, bei dessen Aufbau 140.000 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.
Die beiden Länder seien sich uneins, wer das Projekt bei der Europäischen Raumfahrtagentur ESA leiten solle, heißt es in Kreisen der Europäischen Union.
Derzeit ist das GPS-System der US-Miliärs das einzige weltweit arbeitende Satelliten-Navigationssystem. Die EU-Verkehrsminister haben eigentlich im Frühjahr einstimmig den Fahrplan für das europäische System entschieden.
Grünes Licht für EU-SatellitennavigationEitelkeiten
"Das Problem ist, dass die Hälfte des ESA-Budgets wegen der Probleme zwischen Italien und Deutschland noch nicht steht", sagte ein EU-Vertreter.
Italien wolle die Leitung des Projekts übernehmen, weil es von Anfang an dabei gewesen sei, Deutschland wegen seines großen finanziellen Beitrags.
