AT-Kapital will bulgarische Telekoms
Bulgarien will in einem neuen Anlauf die Mehrheit am staatlichen Telekomkonzern BTK abgeben.
Eine Ausschreibung für 65 Prozent an der BTK ist bereits im Laufen. Im Rennen sind neben einem türkischen Konsortium von Türk Telekom und Koc Holding auch die in Wien eingetragene Viva Ventures, eine Tochter der amerikanischen US-Investmentgesellschaft Advent International, die unter anderem auch an der insolventen Wiener Cybertron beteiligt ist.
Derzeit liegt die Viva Ventures mit ihrem Angebot deutlich voran. Laut Angaben der staatlichen Privatisierungsagentur bietet die Wiener Holdinggesellschaft 200 Millionen Euro, das türkische Joint-Venture hingegen 180 Millionen Euro an.
Die Angebote sollen nun aber noch nach einem Punktesystem mit den Kriterien Preis, Investitionen und Beschäftigungspolitik ausgewertet werden.
Die Privatisierung der BTK war bereits vor zwei Jahren in Angriff genommen worden. Damals war sie aber kurz vor Vertragsunterzeichnung mit dem niederländisch-griechischen Konsortium KPN-OTE aus unklaren Gründen gescheitert. KPN-OTE hatte für 65 Prozent von BTK einschließlich einer GSM-Lizenz noch 650 Millionen USD geboten.
Telekom Bulgarien an Holländer und GriechenÖsterreich kauft ein
Der Verkauf der Telekom gehört zu den größten Privatisierungsvorhaben der bulgarischen Regierung von Simeon Sakskoburggotski. Sollte die Viva Ventures den Zuschlag erhalten, wäre dies bereits die zweite große Beteiligung eines österreichischen Unternehmens an einem ehemals staatlichen bulgarischen Unternehmen.
In diesem Jahr wurden bereits die viertgrößte Bank des Landes, Biochim, an die österreichische Bank Austria verkauft.
Die österreichische Investorengruppe rund um den Industriellen Josef Taus hat im Jänner außerdem den bulgarischen Mobilfunkanbieter Mobiltel EAD übernommen.
Übernahme von Bulgariens Mobiltel fix
