Kurseinbrüche bei IT-Dienstleistern
Der drastisch reduzierte Gewinnausblick des weltweit zweitgrößten Dienstleisters für Informationstechnologie, Electronic Data Systems [EDS], hat Sorgen an den internationalen Aktienmärkten hervorgerufen, seine Konkurrenten könnten ebenfalls ihre Prognosen senken. In Folge dessen fielen am Donnerstag in Europa und den USA die Kurse der IT-Dienstleister.
Angesichts des düsteren EDS-Ausblicks reduzierten mehrere Investmentbanken ihre Prognosen für IBM, der zugleich Weltmarktführer bei Computerdienstleistungen ist.
Die IBM-Aktien rutschten mehr als sechs Prozent ins Minus auf 65,32 USD, nachdem Lehman Brothers ihr Kursziel für die IBM-Aktie auf 80 bis 90 USD reduziert und zugleich ihre Gewinnschätzung für 2002 und 2003 revidiert hatten. IBM ist im Dow-Jones-Index gelistet. Die Aktien des weltweit drittgrößten Computerdienstleisters Computer Sciences Corp. verloren zeitweise mehr als 15 Prozent auf 29,80 USD.
Electronic Data SystemsEDS-Absturz
Die EDS-Titel brachen um rund 43 Prozent auf 20,75 USD ein. Am Vorabend hatte der Konzern auf Grund der rückläufigen Zahl seiner Service-Verträge und der allgemeinen Zurückhaltung der Unternehmen bei Technologieinvestitionen für das dritte Quartal seinen Gewinnausblick je Aktie auf 0,12 bis 0,15 USD gekürzt.
Früheren Schätzungen zufolge war EDS von einem Gewinn je Aktie von 0,74 USD ausgegangen.
In Europa verzeichneten die Aktien von Computerdienstleistern ebenfalls deutliche Kurseinbrüche. Die Anteilsscheine der französischen Atos verloren fast zwölf Prozent auf ein Jahrestief bei 26,20 Euro und die Aktien von Getronics markierten an der Amsterdamer Börse ebenfalls ein Jahrestief. Sie fielen in der Spitze mehr als zehn Prozent auf 0,60 Euro.
