Die Ifabo und die IT-Krise
Die Wiener IT-Fachmesse ifabo, die am 17. September für vier Tage ihre Tore öffnet, muss sich unter der neuen Führung der Reed Messe, die die ifabo als reine Fachbesuchermesse für Klein- und Mittelunternehmen positioniert hat, erst beweisen.
Die Messe ist heuer von der IT-Krise nicht verschont geblieben und leidet unter einem Ausstellerschwund. Außerdem muss sich die ifabo gegen die Konkurrenz der etablierten Wiener IT-Messe exponet behaupten, die alljährlich im Februar im Austria Center Vienna stattfindet.
Nach 289 Ausstellern im Vorjahr rechnet die ifabo heuer nur mit 220 Ausstellern. Zwar sind der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft und der nach der Fusion mit Compaq größte Hardwareproduzent Hewlett-Packard [HP] im Unterschied zum Vorjahr heuer dabei, doch hat der Computerriese IBM abgesagt. Auch der Elektro- und Telekomkonzern Siemens verzichtet wie bereits im Vorjahr auf eine Teilnahme.
Zusammenlegung mit exponet möglich
Reed Messe hatte die ifabo im Jänner 2001 "ohne Konzept, Team und
Budget" übernommen, wie Reed-Messe-Wien-Geschäftsführer Matthias
Limbeck damals betonte. Für die nächsten Jahre wird eine
Vorverlegung der Messe ins erste Halbjahr und eine Zusammenlegung
mit der exponet geprüft.
ifabo30.000 Besucher erwartet
Zur heurigen ifabo erwartet die Reed Messe rund 30.000 Besucher. 2001 besuchten 31.400 Interessierte die Messe.
Locken soll die Besucher unter anderen der Gemeinschaftsstand von Microsoft und HP, mit 623 Quadratmetern der größte Stand auf der Messe. HP will auf der Messe erstmals seinen neuen Tablet-PC präsentieren, einen flachen, tragbaren Bildschirm mit integriertem Rechner, der mit einem Stift bedient werden kann. In einem eigenen Microsoft-Kino werden außerdem Trainingsprogramme für Windows XP und Office XP abgehalten.
Zweitgrößter Aussteller ist die Telekom Austria [TA] mit einem 520 Quadratmeter großen Stand. Der Ex-Monopolist tritt erstmals als integriertes Festnetz-Unternehmen ohne die bereits aufgelösten Töchter Datakom, Jet2Web Internet und Jet2Web Networks auf und wird u. a. einen Feldversuch mit Fernsehen via Internet sowie ein SMS-Service via Festnetz präsentieren. Von den Mobilfunkbetreibern sind auf der ifabo die Mobilkom Austria, One und telering vertreten.
