YouTube setzt auf legale Musikvideos
Die Videosite YouTube will in Zukunft auch Musikvideos hosten. Verhandlungen mit den Plattenfirmen laufen bereits.
"Wir würden gern in sechs bis zwölf Monaten, vielleicht auch in 18 Monaten, jedes jemals gedrehte Musikvideo über YouTube anbieten können", so YouTube-Mitbegründer Steve Chen.
Dabei sollen die Videos im Gegensatz zu kostenpflichtigen Services wie Apples iTunes als kostenlose Streams angeboten werden.
Vorteil durch Community?
Gegenüber Plattformen wie Yahoo, das gegen Werbung ebenfalls kostenlos Musikvideos anbietet, will sich YouTube vor allem mit seiner großen und aktiven Community abheben.
So sollen die YouTube-Nutzer Videos zu ihren Profilen hinzufügen und wie etwa bei der Shopping-Site Amazon bewerten können.
Geld durch Werbung
Geld soll bei YouTube ebenfalls die Werbung bringen, der Umsatz soll mit der Musikindustrie geteilt werden.
Über das Geschäftsmodell dazu wird derzeit mit den Labels verhandelt, Warner und EMI bestätigten bereits entsprechende Gespräche mit YouTube.
Hohe Kosten für Server und Traffic
Bisher hat YouTube vom Geld des Investors Sequoia Capital gelebt, doch die Website sucht bereits seit längerem Wege, ihre Popularität auch zu Geld zu machen. Denn auch der Betrieb der Site und der Server sowie die Kosten für Traffic müssen bezahlt werden.
Und nicht zuletzt die ständige Wartung: So war YouTube am Dienstag sechs Stunden lang nicht erreichbar - ungeplant. Es gab Probleme mit der Datenbank.
Mit dem Siegeszug von Online-Videoportalen wie YouTube findet laut Analysten "die Demokratisierung des Fernsehens" statt.
(Reuters | AP)
