08.09.2002

E-KOMMERZ

Bildquelle: PhotoDisc

Kaufshop.at landet auf der Watchlist

Um das Vertrauen potenzieller Kunden in Online-Shops zu stärken, beboachten verschiedene Einrichtungen die Anbieter. Einer davon wurde nun vom österreichischen Internet Ombudsmann auf die Watchlist gesetzt.

Die zweifelhafte Ehre wurde "kaufshop.at" zu Teil. Grund sind zahlreiche Beschwerden von Kunden, die auch nach monatelangem Einsatz durch den Ombudsmann nicht zufriedenstellend erledigt werden konnten.

Nun sind Anwälte am Werk und auch gerichtliche Schritte nicht ausgeschlossen.

Von Einkauf wird abgeraten

Aus den Kundenbeschwerden geht hervor, dass Kaufshop nach Online-Bestellungen Vorauszahlungen entgegengenommen, danach aber nicht geliefert hat.

Mehrere Kunden, so informiert der Ombudsmann, mussten monatelang auf die Rückzahlung ihres Geldes warten und wurden in der Zwischenzeit immer wieder mit "nachweislich falschen" Angaben des Unternehmens vertröstet.

In der Mitteilung heißt es weiter:

"Zusätzlich versucht kaufshop.at durch unzulässige Formulierungen in seinen AGB [Allgemeine Geschäftsbedingungen], die im Fernabsatzgesetz geregelten Rücktrittsrechte von sieben Tagen auf 72 Stunden einzuschränken und lehnt in einem Schreiben an den Internet Ombudsmann eine Änderung dieser Formulierungen ab."

E-Rating ausgesetzt

E-Rating.at ist ein Projekt der Arge Daten. Alle österreichischen Webshops werden auf Einhaltung des E-Commerce-Gesetzes überprüft und erhalten ein entsprechendes Ranking.

Das Ranking des nun in die Kritik geratenen Kaufshop wurde allerdings ausgesetzt. Auch e-rating rät von einem Einkauf dort ab.

Kurze Liste

Die Watchlist des Ombudsmanns ist ziemlich kurz, Kaufshop ist erst der sechste Eintrag.

Vier Einträge betreffen Online-Versteigerungen von "Traumreisen", wobei offenbar keine entsprechenden Leistungen erbracht wurden. Nach Vorauskassa sollen zum Großteil wertlose "Gutscheine" zugesandt worden sein.