15.08.2002

BILANZ

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Kreative Buchhaltung bei AOL Time Warner

Der Medienriese AOL Time Warner hat Unregelmäßigkeiten in der Bilanz seiner Internet-Tochter AOL eingeräumt.

Drei Transaktionen in Höhe von insgesamt 49 Millionen USD seien widerrechtlich als Einnahmen verbucht worden und hätten damit den Umsatz aufgeblasen, teilte der Konzern gestern mit. Die Fehlbuchungen hätten sich über den Zeitraum von zwei Jahren erstreckt.

US-Staatsanwaltschaft ermittelt

AOL bestätigte am Mittwoch auch Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft. Der Internetdienst, der nach eigenen Angaben über 35 Millionen Abonnenten verfügt, kündigte in einer Erklärung die Zusammenarbeit mit den Ermittlern an. Aktionäre von AOL Time Warner hatten in der vergangenen Woche in Washington Klage wegen Betrug und Bilanzfälschung gegen den Medienriesen eingereicht.

Die Ermittlungen kamen nach Berichten der Tageszeitung "Washington Post" ins Rollen, nach denen AOL in den Jahren 2000 bis 2002 seinen Umsatz um 270 Millionen USD aufgeblasen haben soll.