Südkorea startet Militärroboter-Projekt
Die südkoreanische Armee entwickelt gemeinsam mit der staatlichen "Defense Technology Agency" Roboter für militärische Zwecke.
Südkorea wird wieder einmal seinem Ruf als High-Tech-Land gerecht. In der nächsten Woche wird ein gemeinsames Projekt der Armee und der staatlichen Agentur für Verteidigungstechnologien aus der Taufe gehoben, das die Entwicklung von militärisch nutzbaren Robotern zum Inhalt hat.
Kampf-Bots in Pferdegestalt
Das Projekt ist in drei Stufen eingeteilt. In der ersten Stufe sollen bis zum Jahr 2013 Roboter in Pferde- oder Hundegestalt gebaut werden, die Aufgaben rund um Aufklärung, Patroulliengänge und Minenräumung übernehmen können.
Die zweite Stufe soll bis 2020 abgeschlossen sein und Roboter hervorbringen, die Truppen mit leichten Waffen unterstützen. In der dritten Stufe sollen schließlich bis 2025 Bots entstehen, die in Schlachten Kampfaufgaben mit schwerer Bewaffnung erledigen können.
Auch die zivile Nutzung von Robotern ist in Südkorea ein großes Thema: Nach Vorstellung der südkoreanischen Regierung soll bis spätestens 2020 jede Familie ihren eigenen Haushaltsroboter bekommen.
Roboter für Militärs immer wichtiger
Bereits heute ist der militärische Einsatz von Robotern keine Seltenheit mehr. Unbemannte Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe werden immer öfter verwendet, um Kampfplätze zu erkunden, Sprengsätze aufzuspüren und Soldaten aus der Kampflinie zu halten.
Zehn Milliarden Dollar für US-Bots
Das Pentagon gab zwischen 1991 und 1999 rund drei Milliarden US-Dollar für die Entwicklung unbemannter Fluggeräte aus, bis 2010 werden es etwa zehn Milliarden sein. Auch ein Drittel aller militärischen Bodenfahrzeuge der US-Armee sollen bis 2015 unbemannt unterwegs sein können.
Bei Einsätzen der US-Armee in Afghanistan und dem Irak bewährte sich bereits der von der Firma iRobot entwickelte Packbot. Die überarbeitete Version des kampferprobten Packbots ist mit einer Pumpgun bewaffnet und verfügt über chemische Sensoren, die nukleare, biologische und chemische Verunreinigungen aufspüren können.
Angesichts der Tatsache, dass Kriege stets durch das Scheitern diplomatischer Bemühungen entstehen, wäre die Entwicklung von Verhandlungs-Robotern wünschenswert.
Neben Entwicklungen für militärische Zwecke baut das US-Unternehmen iRobot unter anderem auch die Staubsauger-Bots "Roomba" und "Scooba".
(futurezone | AP)
