T-Day in Amerika
Diese Woche startet die US-Tochter der Deutschen Telekom, Voicestream Wireless, ihr Mobilfunkservice in Kailfornien ¿ und zwar unter dem Markennamen "T-Mobile".
Damit wird die Marke T-Mobile erstmals auch in Amerika auf dem Markt sein. Noch in diesem Jahr soll der bisherige Name Voicestream Wireless im ganzen Land durch T-Mobile ersetzt werden.
Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Deutsche Telekom ihre schwer defizitäre US-Tochter nächstes Jahr an einen Konkurrenten verkauft ¿ was zu einem neuerlichen Markenwechsel führen würde.
So ist das Leben ohne max
In Europa erfolgte die Umstellung diverser nationaler Marken auf
T-Mobile bereits im Frühjahr. In Österreich hieß die T-ochter zuvor
max.mobil. Einige User trauern der "österreichischen" Marke nach.
Auf Ihrer Website heißt es in Anspielung auf den früheren
Werbeslogan "Was wär das Leben ohne max": "Jahrelang wurde ein
Unglücksszenario medial aufgebaut, in vielen Werbeminuten
facettenreich vor Augen geführt, um dann jäh in unseren Alltag zu
brechen. Das Unvorstellbare wurde Realität: max hat sich vom Leben
verabschiedet, und wir nehmen es einfach so hin."
Lebenohnemax.comKein eigenes Netz
Das Service wurde am Dienstag in Nevada und Kalifornien inoffiziell gestartet, der Start der Marketingaktivitäten war für Mittwoch [Ortszeit] vorgesehen.
Dabei verfügt man in den beiden Staaten über kein eigenes Netz, sondern wird die Infrastruktur des Konkurrenten Cingular Wireless nutzen. Im Gegenzug nutzt Cingular das New Yorker Netz von Voicestream.
MVNO
Das Fachakronym für das Nutzen eines fremden Netzes unter eigener Marke ist MVNO [Mobile Virtual Network Operator].
Mängel im Netz
Dabei könnte T-Mobile aber einen schlechten Partner gewählt haben. Auf Grund vieler Beschwerden von Cingular-Kunden über Gesprächsabbrüche und mangelnde Versorgung läuft derzeit eine offizielle Untersuchung der California Public Utilities Commission gegen Cingular.
Andererseits könnte durch das Joint Venture auch das Service für Cingular-Nutzer verbessert werden, da T-Mobile zusätzliche Frequenzen zur Verfügung stellen kann.
Das Problem, dass viele Gemeinden die Errichtung von Sendern aus ästhetischen und Umweltschutz-Gründen verhindern, können jedoch auch zusätzliche Kapazitäten nicht beheben.
Potenzielle Nutzer können das Netz ausgiebig testen. Innert zwei Wochen nach Vertragsabschluss kann ein kalifornischer T-Mobile-Vertrag problemlos gekündigt werden.
Voicestream Wireless
Der Erfolg des Markteintrittes in Kalifornien dürfte wohl kaum
kurzfristig eintreten, ist T-Mobile doch der letzte der sechs großen
Marktplayer in den USA, der in den größten Mobilfunkmarkt des Landes
eintritt. Für amerikanische Verhältnisse ist der Markt in
Kalifornien ziemlich gesättigt. Mit dem Launch in den beiden
westlichen Bundesstaaten ist die Tochter der Deutschen Telekom nun
in 45 der 50 größten Städte mit einem Dienst vertreten.
VoiceStream global wireless by T-Mobile
