17.07.2002

MACWORLD 2002

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Mac OS X "Jaguar" kommt Ende August

In seiner traditionellen Eröffnungsrede zur Macworld 2002 in New York hat Apple-Chef Steve Jobs eine Reihe neuer Produkte vorgestellt, unter anderem nannte er einen konkreten Release-Termin für Mac OS X 10.2 [Codename Jaguar].

Den Auftakt seiner Rede machte die soeben angelaufene "Real People"-Werbekampagne, mit der man Windows-User zum Umstieg auf den Mac bewegen will. Seit dem Start zählte die "Switchers"-Homepage bereits 1,7 Millionen Besucher, 60 Prozent davon sind [noch] Windows-Nutzer.

Jobs gab außerdem die Eröffnung des 32. Apple-Stores, im New Yorker SoHo, bekannt. Im Durchschnitt besuchen 100.000 Interessierte pro Woche einen der weltweiten Apple-Stores.

"Jaguar" kommt am 24. August

Mac OS X 10.2 [Codename Jaguar] soll am 24. August 2002 für 129 USD in den Handel kommen. Apple hat das Betriebssystem unter anderem mit einem neuen E-Mail-Client, einem verbesserten Adressbuch, einem überarbeiteten Finder und Quicktime 6 ausgestattet.

Eine integrierte Handschrifterkennung wird die Dateneingabe und die Bedienung des Betriebssystems per Touchscreen oder Grafiktablett ermöglichen.

In den Finder wurde eine Suchfunktion integriert. Dazu verfügt das System über "aufspringende" Folder für den schnellen Zugang zu beliebten Anwendungen. Auch automatisch wechselnde Desktop-Hintergründe kann man einstellen.

"Rendezvous", "Mail", "iChat", "Sherlock 3"

Für das einfachere Aufsetzen von Netzwerken soll "Rendezvous" sorgen. Das Tool erkennt automatisch alle im Netzwerk vorhandenen Geräte wie Drucker oder Notebooks.

Nach Angaben von Jobs werden HP, Epson und Lexmark Drucker mit dieser Technologie ausstatten. Apple wird den Code des Programms als Open Source freigeben. "Niemand wird Rendezvous besitzen", so Jobs.

"Mail" wurde vor allem durch einen verbesserten Spam-Filter aufgewertet. Der Client erkennt unerwünschte Werbe-Mails an Schlüsselwörtern. In das Programm ist eine Lernfunktion integriert, um den Filter den Bedürfnissen des Benutzers besser anzupassen, die Spam-Mails rauszufiltern und zugehörige E-Mail-Adressen zu blockieren.

Zusätzlich hat Apple den Instant Messenger "iChat" in das Betriebssystem eingefügt. Der Client kann auch mit AOL-Benutzern kommunizieren. Das überarbeitete Adressbuch verwaltet alle Kontakte des Benutzers einschließlich der Buddy-Liste für iChat.

In der neuen Mac-OS-X-Version ist auch die verbesserte Such-Software Sherlock 3 enthalten.

"iSync"

Daneben erweitert Apple seine "iHub"-Strategie. In Zukunft werden Benutzer mit "iSync" ihren iPod, ihre Handys und Palms mit dem Computer synchronisieren können.

Damit lassen sich über Bluetooth oder eine abelgebundene Schnittstelle die Kontakt-, Kalender- und To-do-Listen zwischen Handys und Handhelds sowie dem Computer abgleichen.

"So verliert man nicht gleich sein Leben, wenn man sein Mobiltelefon verliert", scherzte Jobs.