Mac OS X "Jaguar" kommt Ende August
In seiner traditionellen Eröffnungsrede zur Macworld 2002 in New York hat Apple-Chef Steve Jobs eine Reihe neuer Produkte vorgestellt, unter anderem nannte er einen konkreten Release-Termin für Mac OS X 10.2 [Codename Jaguar].
Den Auftakt seiner Rede machte die soeben angelaufene "Real People"-Werbekampagne, mit der man Windows-User zum Umstieg auf den Mac bewegen will. Seit dem Start zählte die "Switchers"-Homepage bereits 1,7 Millionen Besucher, 60 Prozent davon sind [noch] Windows-Nutzer.
Jobs gab außerdem die Eröffnung des 32. Apple-Stores, im New Yorker SoHo, bekannt. Im Durchschnitt besuchen 100.000 Interessierte pro Woche einen der weltweiten Apple-Stores.
Apple will PC-User bekehren
Apple versucht derzeit, mit einem großen Werbefeldzug in den USA,
Windows-Kunden zum Umstieg auf sein Betriebssystem zu überzeugen. Im
Mittelpunkt der "Real People"-Kampagne stehen ehemalige
Windows-Nutzer, die erzählen, warum sie sich für den Umstieg auf
Apple-Geräte entschieden haben.
Apple Werbe-Offensive"Jaguar" kommt am 24. August
Mac OS X 10.2 [Codename Jaguar] soll am 24. August 2002 für 129 USD in den Handel kommen. Apple hat das Betriebssystem unter anderem mit einem neuen E-Mail-Client, einem verbesserten Adressbuch, einem überarbeiteten Finder und Quicktime 6 ausgestattet.
Eine integrierte Handschrifterkennung wird die Dateneingabe und die Bedienung des Betriebssystems per Touchscreen oder Grafiktablett ermöglichen.
In den Finder wurde eine Suchfunktion integriert. Dazu verfügt das System über "aufspringende" Folder für den schnellen Zugang zu beliebten Anwendungen. Auch automatisch wechselnde Desktop-Hintergründe kann man einstellen.
Quicktime 6
Apple hat Quicktime 6 erst am Montag veröffentlicht. Seit der
Freigabe wurde der Player nach Angaben von Jobs bereits über eine
Million Mal heruntergeladen.
Apple veröffentlicht Quicktime 6"Rendezvous", "Mail", "iChat", "Sherlock 3"
Für das einfachere Aufsetzen von Netzwerken soll "Rendezvous" sorgen. Das Tool erkennt automatisch alle im Netzwerk vorhandenen Geräte wie Drucker oder Notebooks.
Nach Angaben von Jobs werden HP, Epson und Lexmark Drucker mit dieser Technologie ausstatten. Apple wird den Code des Programms als Open Source freigeben. "Niemand wird Rendezvous besitzen", so Jobs.
"Mail" wurde vor allem durch einen verbesserten Spam-Filter aufgewertet. Der Client erkennt unerwünschte Werbe-Mails an Schlüsselwörtern. In das Programm ist eine Lernfunktion integriert, um den Filter den Bedürfnissen des Benutzers besser anzupassen, die Spam-Mails rauszufiltern und zugehörige E-Mail-Adressen zu blockieren.
Zusätzlich hat Apple den Instant Messenger "iChat" in das Betriebssystem eingefügt. Der Client kann auch mit AOL-Benutzern kommunizieren. Das überarbeitete Adressbuch verwaltet alle Kontakte des Benutzers einschließlich der Buddy-Liste für iChat.
In der neuen Mac-OS-X-Version ist auch die verbesserte Such-Software Sherlock 3 enthalten.
Schlechte Quartalsergebnisse spielten keine Rolle
Apple hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sich der Gewinn im 3.
Quartal seines Geschäftsjahres 2002 fast halbiert hat, da die
Nachfrage nach Personal Computern im Juni deutlich zurückgegangen
ist. Erwartungsgemäß waren die schlechten Quartalszahlen aber bei
der Macworld kein Thema.
Apples Gewinn bricht ein"iSync"
Daneben erweitert Apple seine "iHub"-Strategie. In Zukunft werden Benutzer mit "iSync" ihren iPod, ihre Handys und Palms mit dem Computer synchronisieren können.
Damit lassen sich über Bluetooth oder eine abelgebundene Schnittstelle die Kontakt-, Kalender- und To-do-Listen zwischen Handys und Handhelds sowie dem Computer abgleichen.
"So verliert man nicht gleich sein Leben, wenn man sein Mobiltelefon verliert", scherzte Jobs.
Web-Services ".mac" ab Ende September
Ab 30. September werden die Apple-Web-Services "iTools" von dem
Nachfolger ".mac" abgelöst. Die kostenpflichtigen ".mac"-Services
sollen dem Benutzer Netz-Speicher, Internet-Backup und
E-Mail-Services sowie die Möglichkeit zum Veröffentlichen von Fotos
bieten. Eine Internet-Kalenderfunktion, "iCal", ist außerdem
geplant. Der bislang kostenlose Dienst soll dann 100 USD jährlich
kosten.
Macworld 2002
