Fünf Sites wegen Blasphemie geschlossen
Fünf Sites sind von den italienischen Behörden wegen blasphemischen Inhalts geschlossen worden.
Die Polizei teilte mit, die Websites hätten Gott und die Jungfrau Maria gotteslästerlich mit äußerst vulgärer Sprache und sexuellen Darstellungen in Verbindung gebracht. Das Internetangebot habe so gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen.
Da Gotteslästerung in Italien nach wie vor strafbar sei, habe man die Veröffentlichung und Verbreitung blasphemischen Materials strafrechtlich verfolgt, erklärte die Polizei.
Zwei Jahre Ermittlung
Eine Polizeieinheit von sechs Beamten habe vor zwei Jahren den
blasphemischen Inhalt entdeckt und seitdem daran gearbeitet, den
Ursprung der Seiten zu finden und das Angebot zu schließen, erklärte
ein Mitglied der Gruppe, Guiseppe Montanaro. Die Seiten seien in
Italien erstellt worden, während die Internetanbieter in Washington
und Kalifornien säßen.
Ein Schutzpatron für das InternetHeißer Tipp vom Vatikan
Ein junger Mann aus Rom sei in dem Fall bereits angeklagt worden. Ihm drohten bei einer Verurteilung eine Gefängnis- und eine Geldstrafe, sagte Montanaro.
Nach Polizeiangaben verzeichneten die Internetseiten in den letzten zwei Jahren etwa zwölf Millionen Zugriffe. Ein Artikel der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" hatte die Polizei erstmals auf das Angebot aufmerksam gemacht.
