MobilCom- sollen zu Orange-Aktionäre werden
Im Ringen um die Vorherrschaft bei der MobilCom macht France Telecom das finanzielle Überleben des Büdelsdorfer Telekom-Anbieters von einem Rückzug Gerhard Schmids als Vorstandschef und Anteilseigner abhängig.
Ein Sprecher des französischen Staatskonzerns und Großaktionärs sagte heute, die Unterschrift unter eine mit dem Bankenkonsortium erzielte Übereinkunft zur Refinanzierung der 4,7 Milliarden Euro Darlehen bei MobilCom hänge davon ab, dass sich Schmid zurückziehe.
Ohne eine Umschuldung der UMTS-Darlehen droht MobilCom ab Ende Juli die Insolvenz. Außerdem müsse mit den beiden Mobilfunkunternehmen Ericsson und Nokia eine Übereinkunft zur Absicherung der MobilCom gewährten Lieferantenkredite über 1,1 Milliarden Euro erreicht werden, hieß es.
FT vor MobilCom-KomplettübernahmeNeue Orange-Aktionäre
Die "Financial Times Deutschland" berichtete unterdessen ohne Quellenangabe, die mit 28,5 Prozent an MobilCom beteiligte France Telecom wolle den freien Aktionären nur zehn Euro bieten und damit deutlich weniger als die von MobilCom-Gründer Schmid für sich und die anderen Anteilseigner verlangten 22 Euro.
Einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge, das sich dabei auf Verhandlungskreise berief, will France Telecom die restlichen MobilCom-Anteile mit Aktien ihrer Mobilfunktochter Orange bezahlen.
Dabei würde sich das Tauschverhältnis am Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate orientieren. Dieser Wert liege bei 14,83 Euro und für Orange bei 6,63 Euro. Für eine Aktie würden die MobilCom-Eigner somit 2,24 Orange-Anteile erhalten.
