KPNQwest hält Services aufrecht
Die KPNQwest Austria, Tochter des insolventen niederländischen Internet-Serviceproviders KPNQwest NV, sichert die Aufrechterhaltung ihrer Dienstleistungen [Kundenaccessleitungen und Backbones] in Österreich zu.
Als "Garantie" dafür soll die Telekom Austria fungieren, mit der "die Zahlungsmodalitäten neu geregelt wurden", wie KPNQwest-Pressesprecherin Fleur Christine Swoboda erklärte.
Für die Kunden des Unternehmens werde sich nichts ändern. Über den Inhalt der "veränderten Zahlungsmodalitäten" wollte Swoboda keine Angaben machen.
25.000 km Glasfaserleitungen
Das KPNQwest-Netz in Österreich besteht vor allem aus
Mietleitungen, eine Ausnahme ist das eigene 50 Kilometer lange
Metronetz in Wien. In ganz Europa besitzt der Konzern
Glasfaserleitungen im Ausmaß von 25.000 Kilometern, 4.000 davon in
Deutschland.
KPNQwest stellt KonkursantragFixer Betrieb von vier Wochen
Nachdem der KPNQwest-Konzern vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet hatte, wurde für das europäische Netz ein fixer Betrieb für vier Wochen zugesagt. AT&T wurde von KPNQwest selbst als Käufer ins Spiel gebracht.
Vom Konkursantrag waren die zentraleuropäischen Länder sowie die Gesellschaften in Portugal und Italien nicht betroffen.
In den vergangenen Tagen begann die Angst zu grassieren, dass bei einem Stillstand der Rechenzentren von KPNQwest sich die Geschwindigkeit im Internet deutlich verlangsamen könnte oder Teile des Datennetzes ganz ausfallen könnten.
Internet-Ausfälle durch KPNQwest-PleiteGenügend Kapazitäten
Diesen Voraussagen widerspricht der Wiener Internet-Provider Silver Server.
In Zeiten des Dotcom-Booms seien Überkapazitäten aufgebaut worden, die den Verkehr jederzeit problemlos aufnehmen können. "Die freigewordenen Kapazitäten können problemlos von Drittanbietern übernommen werden", so Silver Server.
Beeinträchtigungen seien allenfalls im lokalen Bereich oder für Anbieter zu erwarten, die nicht rechtzeitig für ausreichend redundante Streckenführungen bei mehreren unabhängigen Anbietern gesorgt haben.
