04.06.2002

ÖSTERREICH

Bildquelle:

KPNQwest hält Services aufrecht

Die KPNQwest Austria, Tochter des insolventen niederländischen Internet-Serviceproviders KPNQwest NV, sichert die Aufrechterhaltung ihrer Dienstleistungen [Kundenaccessleitungen und Backbones] in Österreich zu.

Als "Garantie" dafür soll die Telekom Austria fungieren, mit der "die Zahlungsmodalitäten neu geregelt wurden", wie KPNQwest-Pressesprecherin Fleur Christine Swoboda erklärte.

Für die Kunden des Unternehmens werde sich nichts ändern. Über den Inhalt der "veränderten Zahlungsmodalitäten" wollte Swoboda keine Angaben machen.

Fixer Betrieb von vier Wochen

Nachdem der KPNQwest-Konzern vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet hatte, wurde für das europäische Netz ein fixer Betrieb für vier Wochen zugesagt. AT&T wurde von KPNQwest selbst als Käufer ins Spiel gebracht.

Vom Konkursantrag waren die zentraleuropäischen Länder sowie die Gesellschaften in Portugal und Italien nicht betroffen.

Genügend Kapazitäten

Diesen Voraussagen widerspricht der Wiener Internet-Provider Silver Server.

In Zeiten des Dotcom-Booms seien Überkapazitäten aufgebaut worden, die den Verkehr jederzeit problemlos aufnehmen können. "Die freigewordenen Kapazitäten können problemlos von Drittanbietern übernommen werden", so Silver Server.

Beeinträchtigungen seien allenfalls im lokalen Bereich oder für Anbieter zu erwarten, die nicht rechtzeitig für ausreichend redundante Streckenführungen bei mehreren unabhängigen Anbietern gesorgt haben.