"Linux- ein Geschenk des Himmels"
Der Auftakt, eine Install-Party, wie sie das heilige Land Tirol noch nicht gesehen hat, hatte weite Teile von AT-Lands Linux-Szene Mitte Mai aufgeweckt.
Nachdem mehrere Versuche in den Jahren zuvor, österreichweite Linux-Tage an einem Ort zentral zu etablieren, nicht ganz befriedigend verlaufen waren, setzt man jetzt auf das Gegenteil.
Nämlich auf eine Mischung aus Roadshow und Regionalismus, also dezentral und nacheinander an fünf Orten, kulminierend gegen Ende Juni in Linz und Wien.
Während bis dato zumeist Siemens seine Hand schützend über die Festlichkeiten des Pinguins gehalten hatte, ist es nun IBM. "Für uns ist Linux ein Geschenk des Himmels", sagt Jürgen Million, Direktor des Hardware-Bereichs von IBM Austria zur FuZo.
Das komplette ProgrammIntegrativ, berechenbar
Dies eben nicht, weil dieses Betriebssystem das allein selig machende sei, so Million, sondern gerade weil es sich nur um eines von mehreren bei IBM verwendeten Betriebssystemen handle.
¿Wir sehen weder einen bestimmten Prozessor noch eine bestimmte Software als das Maß aller Dinge¿, sagt Million. ¿IBM steht für Heterogenität im Computing.¿
Und beim Verbinden dieser heterogenen Systeme profitiere man enorm von der integrativen Kraft und Berechenbarkeit in der Entwicklung des freien Betriebssystems: ¿Linux passt mit allem zusammen.¿
"Budgetverträglichkeit"
Weitere "Wins" für IBM in der nun schon ein Jahr weltweit
währenden Affäre mit dem Kult des Pinguins: gute Skills vor Ort,
wohin man auch komme, zumal es mittlerweile überall
Linux-Programmierer gebe. Dazu "sehr gute Budgetverträglichkeit",
weil gratis ohne teure Upgrades, und überdies profitiere IBM von
allen neuen Applikationen, die von der Gemeinde des Pinguins
weltweit laufend entwickelt würden.
Eindrücke von der Tiroler Install-PartyEin fetter Cluster
Statt diese Programme "from Scratch" langwierig selbst zu schreiben, brauche man nur noch ein bis zwei Tage, um eine Linux-Applikation etwa auf einen Server der IBM-eigenen Z-Series zu portieren.
Ein oder zwei Referenzmodelle von großen Linux-Clustern [1024 Rechner], die bei IBM-Kunden laufen, werden bei den Linux-Wochen Wien vorgestellt. Die Namen der Firmen können aus rechtlichen Gründen erst kurz vor der Veranstaltung bekannt gegeben werden.
