Website entlarvt Schummler

05.07.2006

Mit Hilfe eines neuen Web-Tools können Unis, Schulen und wissenschaftlich Arbeitende nun Netz-Abschreibern auf die Schliche kommen und Plagiate aufdecken. Die neue Software identifiziert kopierte Textstellen und markiert diese farbig.

Durch die schier unendliche Masse an frei verfügbaren Informationen im Internet sind Schüler und Studenten immer öfter verlockt, diese Online-Quellen durch simples "Copy & Paste" in die eigene Arbeit zu übernehmen.

Deutsche Forscher stellen nun ein Web-Tool zur Verfügung, das Plagiaten schnell und ohne großen Aufwand auf die Schliche kommen soll.

Über den Webbrowser wird bei "Docoloc" das zweifelhafte Dokument hochgeladen und anschließend überprüft. Die Software nutzt dabei die Google-Datenbasis.

Unis, Schulen und in der Wissenschaft

Über 400 Lizenzen wurden bereits vergeben, die Hälfte der Abonnenten kommt aus Österreich und der Schweiz. Die Kunden finden sich vor allem im Hochschulbereich, in den Schulen und in der Wissenschaft.

Link auf Originalstellen

Der Lehrende erhält anschließend einen umfangreichen Herkunftsreport per E-Mail zugesandt.

Die plagiierten Stellen sind dabei gelb markiert. Durch Anklicken erhält man die Originalstellen. Je höher das Rating im Bericht ausfällt, desto wahrscheinlicher ist abgeschrieben worden. Ab einem Rating von zehn bis zwölf Prozent wurde sicher geschummelt.

Ab 17 Euro monatlich

Die Nutzung von "Docoloc" kostet ab 17 Euro monatlich, eine zeitlich begrenzte, kostenlose Testlizenz ist auf Anfrage erhältlich.

Auch Forscher kopieren ungeniert

Aber auch beim Konferenzmanagement in der Wissenschaft kommt die Software zum Einsatz. Im April dieses Jahres wurde Docoloc im Rahmen der Konferenz IEEE INFOCOM 2006 eingesetzt. So konnten über ein Dutzend eingereichte Beiträge herausgefiltert werden.