Libro braucht dringend 20 Millionen Euro
Dem insolventen Handelsunternehmen Libro drohe ein Anschlusskonkurs, schreibt das Nachrichtenmagazin "Format2 in seiner aktuellen Ausgabe.
Die Liquiditätslage von Libro habe sich wieder so verschlechtert, dass die Banken nochmals 20 Millionen Euro zuschießen müssten, um die Filialkette zu retten. Sie kann sonst keine Waren mehr einkaufen.
Bank Austria gegen Kapitalzuschuss
Einige Kreditinstitute, etwa Raiffeisen und Bawag, wollen die
außerplanmäßige Kapitalspritze schweren Herzens gewähren. Die Bank
Austria sperrte sich aber bisher dagegen.
LibroAnschlusskonkurs droht
Fließt das Geld nicht, beginnt die 60-Tage-Frist für einen Anschlusskonkurs der im Ausgleich befindlichen Libro AG, so "Format". Der Grund für die dramatische Entwicklung liege im katastrophalen Geschäftsgang von Libro im abgelaufenen Quartal.
Der Vorstand unter Werner Steinbauer musste zuletzt Umsatzeinbrüche um 25 Prozent verzeichnen - und liegt klar unter Budget.
Weiters soll nach einem neuen Libro-Chef gesucht werden. Steinbauer wird das Unternehmen spätestens zu Jahresende verlassen.
