50 Unternehmen wollen Global Crossing
Mehr als 50 Unternehmen haben vertrauliches Interesse an einem Kauf der in einem Konkursverfahren befindlichen amerikanischen Telekom-Firma Global Crossing gezeigt.
Ihre Identität ist aber wegen einer entfleuchten E-Mail der Anwaltsfirma von Global Crossing nicht mehr geheim. Das berichtete die "New York Times" am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe.
Deutsche Telekom und Bertelsmann bieten
Zu den potenziellen Bietern zählen nach Angaben der Zeitung auch
die Deutsche Telekom und Bertelsmann. Außerdem werden die
Telekom-Firmen Verizon und BT Group, Telefonica, Telefonos de
Mexico, Finanzfirmen wie Credit Suisse First Boston, Bank One und
Canadian Imperial Bank of Commerce sowie andere Firmen erwähnt.
Global CrossingVersehentlich E-Mail entfleucht
Die E-Mail der New Yorker Global-Crossing-Anwaltsfirma Weil, Gotshal & Manges enthielt zwar nur Routineinformationen über das Gebotsverfahren, zeigte aber auch versehentlich die Namen der mehr als 50 Empfänger, die am Meldungskopf aufgeführt waren.
Weil, Gotshal & Manges wurde 1931 in New York gegründet und ist eine der weltweit größten Anwaltskanzleien mit 950 Mitarbeitern in zwölf Büros. Das Konkursverfahren ist für das Unternehmen lukrativ - allein im Februar wurden mehr als 1,5 Millionen USD für Rechtsberatung und Ausgaben wie Telefonkosten, Faxkosten und Recherchen im Internet in Rechnung gestellt.
Die ominöse E-Mail kommt gerade zur falschen Zeit - von vielen Seiten werden Stimmen laut, Anwalts- und Investmentfirmen würden am Bankrott von Global Crossing zu viel verdienen.
