IBM bricht um zehn Prozent ein
Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat gestern eine Gewinn- und Umsatzwarnung für das erste Quartal 2002 herausgegeben.
Die Aktie von IBM fiel daraufhin im Laufe des Montags an der New Yorker Börse um 9,84 USD oder 10,12 Prozent auf 87,41 USD.
Bereits am Freitag hatte die Aktie im Sog von Gerüchten um eine Gewinnwarnung mehr als drei Prozent nachgegeben.
IBM rechnet mit einem Umsatzrückgang auf 18,4 bis 18,6 Milliarden USD [21,2 Mrd. Euro]. Im ersten Quartal 2001 hatte IBM 21 Milliarden USD umgesetzt.
IBM-Quartalsgewinn zwischen 66 und 70 Cents je Aktie
Zugleich erwartet IBM für das erste Quartal einen Vorsteuergewinn
von 1,65 bis 1,75 Milliarden USD. Der IBM-Quartalsgewinn dürfte
zwischen 66 und 70 Cents je Aktie gegenüber 98 Cents in der
entsprechenden Vorjahreszeit liegen, hieß es.
IBMAktie reagiert mit schweren Kurseinbußen
Analysten hatten nach Darstellung der Wirtschaftsagentur Bloomberg mit einem Quartalsgewinn von 85 Cents je Aktie und mit einem Umsatz von 19,7 Milliarden USD gerechnet.
Quartalsergebnisse am 17. April
IBM-Finanzchef John R. Joyce verwies auf ein sehr schwieriges geschäftliches Umfeld. Das erste Quartal sei traditionell die schwächste Zeit für Technologiekäufe. Viele IBM-Kunden hätten ihre Investitionsentscheidungen reduziert oder zurückgestellt, bis eine andauernde Geschäftsverbesserung erkennbar sei. IBM legt seine Quartalsergebnisse am 17. April vor.
Nachricht hat "schlechte Signalwirkung"
Für die Chefanalystin des Bank Austria, Monika Rosen, ist die IBM-Gewinnwarnung eine "sehr schlechte Vorgabe" für die mit Spannung erwartete Berichtssaison in den USA.
Die Marktteilnehmer hätten auf Signale für eine Erholung der Gewinne im zweiten Quartal gehofft, vor diesem Hintergrund habe die Nachricht von IBM "schlechte Signalwirkung".
Die Tatsache, dass der erwartete Rückgang im Ergebnis im Erstquartal größer sei als jener bei den Umsätzen, lasse zudem darauf schließen, dass nicht nur die Umsatzseite für die Gewinnwarnung verantwortlich ist.
