27.03.2002

GEMEIN

Bildquelle: ebay

eBay-Kunden in Betrugsgefahr

Das Online-Auktionshaus eBay meldet, dass Mitglieder-Accounts zunehmend von Crackern missbraucht werden.

Der amerikanische Unternehmenssprecher Kevin Pursglove bestätigte US-Medienberichten zufolge, dass bereits über 100 Accounts geknackt wurden.

Die Fälle des so genannten "name grabbings" nehmen seit Januar kontinuierlich zu, so Pursglove.

Identitäts-Diebstahl

Die Kombination von Account-Hacking und dem Diebstahl der Identität sei ein neuer Trend unter Crackern. In Zukunft müsse man mit wesentlich mehr solcher Angriffe rechnen.

Attraktiv ist das Knacken von eBay -Accounts vor allem in finanzieller Hinsicht. Die Angreifer können unter falschem Namen teure Artikel zur Versteigerung und zum Sofortverkauf auf der Plattform anbieten.

Per Vorkasse sahnen die Namensdiebe ab, ohne die angepriesene Ware tatsächlich zu liefern.

Da die Eindringlinge normalerweise das Passwort eines übernommenen Accounts ändern, haben die betroffenen Mitglieder keine Möglichkeit, falsche Auktionen sofort zu stoppen.

Vertrauen missbraucht

In einem der größtangelegten Betrugsfälle in der Onlineauktions-Geschichte hatte erst im Februar ein Mitglied der Ebay-Community Sammler von Porzellanfiguren um mehrere hundert tausend USD betrogen.

Fünf Jahre lang versteigerte Stewart Richardson online Sammlergegenstände und erwarb sich eine beachtliche Reputation innerhalb der kleinen, aber fest zusammen geschweißten Community. Die Keramikpuppen der "Wee Forest Folk"-Reihe, von Uneingeweihten auf den ersten Blick als gräßlicher Kitsch abgetan, werden von Porzellanfreaks fleißig getauscht, gekauft und gesammelt.

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Im Jänner begann Richardson, die größte Auswahl an Figuren zu versteigern, die er jemals anzubieten hatte. Der Besitzer eines Porzellanfigurenshops informierte alte Online-Bekannte über die vermeintlich heissen Deals persönlich.