Microsoft ein "reueloser Monopolist"
In der vermutlich entscheidenden Runde des Kartellprozesses gegen Microsoft haben neun klagende US-Bundesstaaten am Montag schärfere Strafen gegen den Softwareriesen gefordert.
Vor einem Distriktgericht in Washington schilderten die Anwälte Microsoft als einen "reuelosen Monopolisten", der seine Konkurrenten weiter bitter bekämpfe.
Als Beispiel nannten sie Microsofts Vorgehen gegen den Computerhersteller Dell, der im Jahr 2000 einige seiner Rechner statt mit Windows mit Linux ausstatten wollte. Wie die "Washington Post" berichtete, beendete Dell seinen Vorstoß im Juni 2001, nachdem Microsoft den Computerkonzern auf die "Vorzüge" einer guten Partnerschaft hingewiesen hatte.
2000: Computerriesen stürzen sich auf LinuxVorläufig letzte Runde
Bei der Anhörung geht es um die Strafvorschläge von neun Bundesstaaten, die den im November zwischen dem US-Justizministerium und dem Konzern ausgehandelten außergerichtlichen Vergleich abgelehnt haben.
Die Anwälte forderten unter anderem, dass Microsoft eine abgespeckte Version seines Windows-Betriebssystems anbieten soll, sodass Konkurrenten eine Chance haben, ihre Produkte wie Multimedia-Software einzubringen.
Außerdem bestanden sie auf einer Offenlegung des Quellcodes für den Internet-Explorer.
Die vorläufig letzte Runde im Kartellprozess wird wahrscheinlich acht Wochen dauern. Ursprünglich sollte die Anhörung schon am 11. März beginnen, wurde auf Bitten von Microsoft aber verschoben, nachdem die Bundesstaaten kurzfristig Änderungen an ihren Vorschlägen vorgenommen hatten.
Kartellrechtskonflikt geht in neue Runde
