Zum Abschied schwarze Zahlen
Der zweitgrößte österreichische Mobilfunkanbieter max.mobil, der am 18. April in "T-Mobile" umbenannt wird, hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr erstmals in der Unternehmensgeschichte beim Ergebnis vor Steuern schwarze Zahlen geschrieben.
Genauere Angaben zum Vorsteuerergebnis wollte max.mobil-Geschäftsführer Georg Pölzl unter Berufung auf den bevorstehenden Börsengang der deutschen Konzernmutter T-Mobile International nicht machen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hat sich von 127,5 auf 249 Mio. Euro fast verdoppelt.
Die Umsätze des Unternehmens stiegen im vergangenen Jahr von 901 auf 925,4 Mio. Euro, die Investitionen betrugen demgegenüber 247,5 Mio. Euro, nach 559,4 Mio. Euro im Jahr davor. Der Rückgang erklärt sich daraus, dass in der Investitionssumme 2000 hohe Ausgaben für die UMTS-Lizenzen enthalten waren. Die Kundenzahl blieb mit 2,1 Millionen SIM-Kartenbesitzern etwa konstant. Der monatliche Umsatz pro Kunden ist um rund zehn Prozent auf 28 Euro gestiegen.
T-Mobile-Börsenplan wackeltNamensänderung am 18. April
Der genaue Termin für das endgültige Aus für die Marke "max.mobil" steht unterdessen auch fest.
Der Mobilfunkbetreiber wird ab 18. April 2002 "T-Mobile heißen". Das bestätigte Kai-Uwe Ricke, Chef der max.mobil-Mutter T-Mobile International, vor Journalisten auf der CeBIT in Hannover.
Zeitgleich mit max.mobil werden auch die Namen der britischen T-Mobile-Tochter One2One und der tschechischen Tochter RadioMobil "eingestampft".
Bereits Ende April werden sich in den genannten Ländern rund 250 Shops unter dem T-Mobile-Logo präsentieren. Bis Ende Dezember sollen dann alle Geschäfte in Europa und den USA den neuen Namen tragen.
max.mobil heißt bald T-Mobile AustriaEine Milliarde für die Werbung
Etwas Zeit lässt sich die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom noch in den USA. Dort ist sie bisher mit dem Markennamen VoiceStream vertreten und will im Juni/Juli mit dem Konzernnamen die Märkte Kalifornien und Nevada erobern, wo der deutsche Konzern bisher nicht vertreten war.
Die komplette Umstellung der Marke VoiceStream soll im zweiten Halbjahr 2002 erfolgen.
Insgesamt investiert T-Mobile heuer rund eine Mrd. Euro in Marketing und Werbung. Ein Teil davon fließt auch in die Markenumstellung. Wie viel genau investiert wird, wollte Ricke nicht beziffern. Nach Ansicht des T-Mobile-Chefs ist der Nutzen der Markenumstellung höher als die damit verbundenen Kosten. Die Deutsche Telekom muss zudem wegen der Abschaffung der Marken in Österreich und GB
eine Milliarde Euro abschreiben.
