Texas Instruments schrumpft Speicherchips
Mit dem so genanten Immersionsverfahren ist dem Chiphersteller TI ein weiterer Rekord bei der Verkleinerung von Speicherchips gelungen.
Bei der Fertigung von Chips aller Art arbeiten die Forscher schon seit Jahrzehnten daran, immer mehr Leistung auf immer kleinerem Raum unterzubringen.
Der US-Halbleiterhersteller Texas Instruments [TI] hat nun Chips mit einer "Größe" von 0,24 Quadratmikrometer [ein Millionstelmeter] entwickelt, berichtet das "Wall Street Journal".
Vorsprung vor Intel
Das ist nur die Hälfte von Chips in der 65-Nanometer-Fertigung. Damit sichert sich TI auch einen wichtigen Vorsprung vor Konkurrent Intel.
Das texanische Unternehmen könne mit dem Immersionsverfahren künftig um rund 30 Prozent kleinere Speicherchips herstellen als Intel, schreibt die Zeitung.
Auch das Technologieunternehmen IBM forscht an entsprechenden Möglichkeiten, das Verfahren der optischen Lithographie zu verfeinern. So war es dem Unternehmen erst vor wenigen Monaten gelungen, Stichstärken von unter 30 Nanometer [ein Milliardstelmeter] herzustellen.
Immersionsverfahren angewendet
Mit dem Immersionsverfahren leiten Forscher die Laserstrahlen auch durch verschiedene Flüssigkeiten hindurch, womit die Wellenlänge verkürzt werden und der "Strich" feiner ausfallen soll.
Einsatz in Handys und Co
Intel soll der Zeitung zufolge für den 45-Nanometer-Prozess Zellen angekündigt haben, die 0,346 Quadratmikrometer groß sind.
Intel und Texas Instruments bedienen im Halbleitermarkt allerdings unterschiedliche Märkte. Anders als Intel produziert TI hauptsächlich Chips, die in Handys und mobilen Geräten als Speicherbausteine integriert sind.
(dpa)
