Interaktiver Tisch erkennt Benutzer
Mitsubishi will mit dem DiamondTouch-System das gemeinsame Arbeiten an einem PC erleichtern. Die Tischplatte bildet ein großes Touch-Screen-Display, auf dem mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können. Das System erkennt dabei selbstständig, wer welche Eingabe getätigt hat.
Wenn mehrere Mitarbeiter gemeinsam zu einer Projektbesprechung zusammentreffen, ist eine gute Sicht auf den Monitor oft nur sehr gedrängt möglich und die Eingabe von Daten überhaupt nur einer Person an Maus und Tastatur vorbehalten.
Mit einer Art interaktivem Tisch will der japanische Konzern Mitsubishi Electric derartige Zusammenarbeiten nun erleichtern.
Tisch erkennt, wer am Drücker ist
Das DiamondTouch-System besteht aus einem großen Touch-Screen-Bildschirm, der in die Tischoberfläche eingelassen ist und von mehreren Benutzern gleichzeitig bedient werden kann.
Das System erkennt mittels Elektro-Sensoren, wer welche Eingabe getätigt hat.
Multiple Eingaben möglich
Die Teilnehmer sitzen dazu auf kleinen Sensoren, die elektrische Signale vom Bildschirm durch den Körper des Benutzers individuell erkennen und zuordnen.
In das 42-Zoll-Display sind weitere Sensoren, die Strom übertragen, eingelassen. Die Strommenge ist derart gering, dass man nichts davon spürt.
Der Rechner erkennt, welcher Benutzer welche Eingabe getätigt hat, und stellt diese in verschiedenen Farben dar.
Mit dem interaktiven Couchtisch Misto zeigen auch die Forscher der Hewlett-Packard Labs einen spielerischen Ansatz eines Home-Entertainment-Systems.
Intuitive Bedienung
Masakazu Furuichi, Chefentwickler von Mitsubishi Electric, hofft, dass sich das Tool in allen Bereich etabliert, wo mehrere Personen an ein und derselben Sache gleichzeitig arbeiten müssen.
"DiamondTouch ist ein zukunftsweisender Weg, einen Rechner ohne Maus und Tastatur zu kontrollieren", so Furuichi. "Das System ist intuitiv und daher sehr einfach zu bedienen."
Computerspiele: "Warcraft 3" mit DiamondTouch
So käme neben dem Unternehmenseinsatz der Bildungsbereich oder auch Computerspiele in Frage.
Bei Games könnte zusätzlich auch die Spracheingabe genutzt werden. So könnten etwa Aufbaustrategiespiele per Kommando und Fingerzeig gesteuert werden.
Doch noch kostet das Gerät 10.000 US-Dollar [7.700 Euro] pro Stück.
(AP)
